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Gewinner und Verlierer des S04-Trainingslagers

Mittersill-Fazit

Das Trainingslager des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 im österreichischen Mittersill ist vorbei - der Endspurt der Saisonvorbereitung findet nun in Gelsenkirchen statt. Einige Spieler haben die Woche in Österreich genutzt, um sich dem Trainer aufzudrängen, andere nicht. Wir nennen die Gewinner und Verlierer des Schalker Trainingslagers.

GELSENKIRCHEN

03.08.2017
Gewinner und Verlierer des S04-Trainingslagers

Bilder des Schalke-Trainings am 28. Juli in Mittersill.

Die Gewinner des Trainingslagers:

Yevhen Konoplyanka: Mitte der vergangenen Saison sorgte in der Veltins-Arena ein Plakat für Belustigung: „Kono must play“ – „Kono muss spielen“ war darauf zu lesen. Lustig deswegen, weil der Ukrainer damals unter dem ehemaligen Trainer Markus Weinzierl so weit weg von einem Stammplatz war wie Schalke von der ersten Meisterschaft seit 1958. Das hat sich geändert. Nun hat Konoplyanka gute Chancen, im 3-4-3-System von Domenico Tedesco links in der Angriffreihe zu spielen. Diesen Eindruck unterstrich er auch im Trainingslager: Das Spiel gegen Eibar etwa nahm erst Fahrt auf, als Konoplyanka nach einer Stunde eingewechselt wurde.

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Benjamin Stambouli: Genau wie Yevhen Konoplyanka konnte der Franzose in seinem ersten Jahr auf Schalke nicht überzeugen: Markus Weinzierl ließ ihn zu Beginn der vergangenen Saison auf der defensiveren der beiden Sechser-Positionen spielen, dort agierte Stambouli aber bestenfalls unauffällig, später wurde er gar nicht mehr aufgeboten. Domenico Tedesco sieht den Franzosen aber wohl eher als Verteidiger und stellte ihn bei Testspielen in die Dreier-Abwehrreihe. Stambouli machte dabei einen guten Job und darf sich in seinem zweiten Schalke-Jahr nach dem Wechsel von Paris Saint-Germain ins Ruhrgebiet Chancen auf einen Stammplatz ausrechnen.  

Weston McKennie: Weston wer? Jede Wette: Diese Frage werden Schalke-Fans in einem halben Jahr nicht mehr stellen. Der US-Amerikaner, der als Kind eines Soldaten ab seinem sechsten Lebensjahr für drei Jahre in Deutschland lebte, hat im vergangenen Jahr noch für die U19 der Königsblauen gespielt – auf dem Trainingsplatz merkt man ihm das aber nicht an, dort tritt er so selbstbewusst auf wie viele seiner älteren Kollegen. Der Youngster überzeugt mit starker Physis und klugen Pässen – gut möglich, dass man das auch bald bei Spielen in der Bundesliga sieht. Da kann McKennie eine echte Alternative im zentralen Mittelfeld der Schalker werden.

Die Verlierer des Trainingslagers

Franco Di Santo: Es lief die 15. Minute im Testspiel gegen Neftchi Baku, da passierte etwas Bemerkenswertes: Franco Di Santo schoss aufs Tor. Das hatte er in den beiden Testspielen der Chinareise nicht getan – für einen Stürmer ist das kein guter Wert. Di Santo, vor zwei Jahren von Werder Bremen verpflichtet, schaffte weder als Wunschstürmer unter André Breitenreiter noch unter Markus Weinzierl den Durchbruch – dass es unter Domenico Tedesco gelingt, ist fraglich, mit Guido Burgstaller und (wenn er wieder fit ist) Breel Embolo gibt es mindestens zwei Stürmer, die weiter sind.  

Johannes Geis: Noch so ein Fall: Auch der ehemalige Mainzer hat auf Schalke den richtigen Durchbruch noch immer nicht geschafft. An seine guten Leistungen zu Beginn der Saison 2015/16 konnte er bislang noch nicht so richtig anknüpfen – trotz seiner Diagonalbälle auf die Flügel und der gefährlichen Standards. Auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld gibt es einen erheblichen Konkurrenzkampf. Zurzeit scheint es unwahrscheinlich, dass Trainer Domenico Tedesco ihm den Vorrang vor Spielern wie Nabil Bentaleb, Leon Goretzka, Thilo Kehrer – oder eben Weston McKennie – gibt.

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Pablo Insua: Von einem Neuzugang, der im Sommer gekommen ist, sollte man eigentlich erwarten, dass er sich extra ins Zeug legt, um sich seinem neuen Trainer aufzudrängen. Das war bei dem spanischen Innenverteidiger bislang allerdings nicht der Fall – weder auf dem Trainingsplatz noch in Testspielen hinterließ Insua einen bleibenden Eindruck. Im Spiel zeigte er bisweilen Schwächen im Zweikampf: Für einen Innenverteidiger ist das natürlich kein gutes Zeichen – schon gar nicht in Tedescos Dreierkette. Vielleicht kommt er noch in Fahrt, aktuell ist er aber kein Kandidat für die erste Elf.

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