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In Turin wird der Ex-Schalker bisher nicht glücklich

Höwedes kämpft um sein Comeback

Auf Schalke wurde Benedikt Höwedes vor Saisonbeginn aussortiert, auch in Turin wurde der Schalker Weltmeister bisher nicht glücklich. Dennoch könnte die Zukunft des 30-Jährigen bei Juventus liegen.

Gelsenkirchen

, 07.03.2018
In Turin wird der Ex-Schalker bisher nicht glücklich

Benedikt Höwedes, hier noch im Schalker Trikot, ist bei Juventus Turin bisher noch nicht glücklich geworden. © dpa

Thilo Kehrer, Benjamin Stambouli, Naldo oder Matija Nastasic - auf Schalkes Abwehrspieler ist in dieser Saison Verlass. Die Königsblauen verfügen aktuell über die viertbeste Deckungsreihe der Bundesliga. In bisher 25 Partien ließen Naldo und Co. nur 30 Gegentore zu. Lediglich der FC Bayern München (18), Eintracht Frankfurt (27) und der VfB Stuttgart (29) sind besser.

Höwedes wird nicht vermisst

Ob es nur mit dieser guten Zwischenbilanz zusammenhängt, dass ein ausgeliehener Schalker Abwehrrecke überhaupt kein Gesprächsthema beim Bundesligisten mehr ist? Wie auch immer: Benedikt Höwedes wird auf Schalke sportlich nicht vermisst.

Das ist eine bittere Erkenntnis für den Weltmeister von 2014, der vergangene Woche seinen 30. Geburtstag feierte. Aber so ist nun einmal das Profigeschäft, in dem frühere Verdienste nicht zählen.

Verletzungspech ist ständiger Begleiter

Höwedes versucht das Beste aus seiner Situation zu machen, doch bei seinem neuen Arbeitgeber Juventus Turin wurde er bisher auch nicht glücklich, weil das Verletzungspech sein ständiger Begleiter blieb. Nur 66 Pflichtspielminuten konnte der Defensivspezialist für die „Alte Dame“ bisher absolvieren. Immer wieder gab es Rückschläge, sei es eine Oberschenkelzerrung oder ein Muskelfaserriss, die Höwedes zurückwarfen. Deshalb steht schon längst fest, dass die Kaufpflicht von 13 Millionen Euro nicht greifen wird, weil der Innenverteidiger die vereinbarten 25 Spiele für „Juve“ nicht mehr erreichen kann.

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Wie es ab dem Sommer mit der Karriere von Höwedes weitergeht, ist deshalb völlig offen. Gespräche mit Juventus Turin hat es noch nicht gegeben, wie der Weltmeister gegenüber der „Welt“ verrät: „Die würden für beide Seiten zum jetzigen Zeitpunkt keinen Sinn machen.“

Höwedes bleibt optimistisch

Ungeachtet all der Nackenschläge, die der Verteidiger im letzten Jahr einstecken musste, bleibt Höwedes optimistisch. „Wenn ich rechtzeitig fit werde und in den kommenden Wochen noch viele Spiele für Juventus mache, mache ich mir schon berechtigte Hoffnungen, mit zur WM zu fahren. Vor allem deshalb, weil ich auf allen Positionen in der Abwehr spielen kann,“ so der Routinier in der „Welt“.

Doch wird ihm in Turin ausreichend Spielpraxis für den Rest der Saison gewährt? „Juve“ hat die mit Abstand beste Defensive in der Serie A. Nur 15 Gegentore in 26 Spielen bieten kein Argument für Wechselspiele in der Abwehr. Zwar ist der italienische Rekordmeister noch in drei Wettbewerben vertreten, aber für die Champions League sind Einsätze von Höwedes bereits ausgeschlossen, weil er aufgrund seiner Verletzungshistorie der vergangenen Monate für die K.o.-Phase der Königsklasse nicht gemeldet wurde.

Abwehr droht Überalterung

Dennoch gibt es Gerüchte, dass man Höwedes in Turin gerne halten möchte, weil der Abwehr Überalterung droht. Giorgio Chiellini (33 Jahre) und Andrea Barzagli (36) sind auf der Zielgeraden ihrer Karrieren, ihre Verträge laufen am Saisonende aus.

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Eine Rückkehr zum FC Schalke 04 scheint so gut wie ausgeschlossen. Domenico Tedesco und Höwedes haben sich nach unglücklichen Äußerungen des Trainers („Reisende soll man nicht aufhalten“) ausgesprochen, aber das Verhältnis bleibt belastet. Deshalb gilt für Höwedes nun erst einmal: Fit bleiben und mit guten Leistungen zu überzeugen.

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