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Magath beklagt zu langsame Strukturveränderungen

Lob für Edu

GELSENKIRCHEN Kommt Diego? Welchen neuen Stürmer holt Schalke 04? Mit solchen Fragen mochte sich Trainer Felix Magath gestern nur widerwillig beschäftigen.

von Von Frank Leszinski

, 13.08.2010
Magath beklagt zu langsame Strukturveränderungen

Gewinner der Schalker Vorbereitung: Edu (r.).

Dabei ist die Frage nach dem Schalker Personal diejenige, die momentan die Fans am meisten interessiert. Doch im Millionenpoker um weitere Stars ist Schalke noch nicht weiter gekommen. „Ich bestätige oder dementiere nichts“, ließ der Schalker Trainer nur verlauten. Dass sein Assistent Ronny Gersch in Turin ein Angebot für Diego abgegeben haben soll, ließ der 57-Jährige unkommentiert.

Somit wird die Gerüchteküche in den nächsten Tagen weiter brodeln. Nur soviel steht fest: „Wir werden einen neuen Stürmer holen“ (O-Ton-Magath).Gesprächiger war der Schalker Trainer, was die Pokalaufgabe am Montag (20.30 Uhr, live im ZDF) beim Drittligisten VfR Aalen angeht: „Wir müssen diese Aufgabe professionell angehen. Viele Vereine sind im Pokal schon gescheitert, wenn sie gegen einen unterklassigen Gegner lässig oder überheblich ins Spiel gegangen sind.“ Gleich dreimal hat Magath den Drittligisten beobachten lassen, um nur ja keine böse sportliche Überraschung zu erleben. In Aalen werden sich alle Augen besonders auf Raul richten. Der Weltstar muss sich auf ganz ungewohnte Rahmenbedingungen für ihn einstellen. Zum Beispiel, was die Kulisse betrifft. Mehr als rund 14 000 Zuschauer werden die Partie nicht verfolgen können. Aus Spanien ist der 33-Jährige ganz andere Zuschauerdimensionen gewöhnt.

Mit der Schalker Vorbereitung ist Felix Magath insgesamt zufrieden. Mit Ausnahme des Supercup-Finales gegen die Bayern: „Von diesem Auftritt war ich deswegen negativ überrascht, weil wir eine alte Schwäche gezeigt haben und zu viel Respekt vor den Bayern hatten. Sonst haben wir bis auf den Test in Braunschweig alle Spiele gewonnen.“ Besonders angetan ist Magath von der Entwicklung von Stürmer Edu. „Er hat sich nach vorn gespielt. Seine Leistungssteigerung kann ich nur positiv herausheben.“ Gleichzeitig schränkt Magath jedoch auch etwas ein: „Die personellen Veränderungen, die wir bisher in der Mannschaft vorgenommen haben, werden uns jedoch noch eine ganze Zeit beschäftigen. Wir sind nicht in der komfortablen Situation wie zum Beispiel der FC Bayern auf eine eingespielte Mannschaft zu bauen“, betont Magath. Rund ein Jahr nach seinem Amtsantritt scheint der 57-Jährige jedoch alles andere als zufrieden, was strukturelle Veränderungen im Verein betrifft.

Diese hat Magath schon vor einem Jahr angemahnt, doch passiert ist ihm offenbar viel zu wenig. „Ich kann nicht viele Veränderungen erkennen“, betont der Schalker Trainer. Angeblich ist es vor allem die Entwicklung im Marketing-Bereich, mit der er nicht zufrieden ist. Genauer will sich Magath jedoch nicht äußern und bietet damit Raum für Spekulationen.