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Magath im Kreuzfeuer der Kritik

Fanprotest

Die Entlassung des langjährigen Fanbeauftragten Rolf Rojek (56) entwickelt sich beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 mehr und mehr zu einem Flächenbrand mit unabsehbaren Konsequenzen.

GELSENKIRCHEN

von Frank Leszinski

, 18.08.2010
Magath im Kreuzfeuer der Kritik

Fanbeauftragter Rolf Rojek: "Manuel Neuer hat Chance zum Idol verpasst."

Denn alle großen Schalker Fangruppierungen sowie zahlreiche Fanclubs haben in einer gemeinsam formulierten Resolution massive Kritik an Felix Magath geübt, die in der Forderung gipfelt, der Trainer, Manager und Vorstandssprecher des Kultklubs möge „ein öffentliches Bekenntnis zu den demokratischen Strukturen des FC Schalke 04“ ablegen.

Dem 57-Jährigen wird u.a. vorgeworfen, „demokratische Entscheidungen der Mitgliederversammlung immer wieder in Frage zu stellen, mürrisch/kritisch zu kommentieren sowie ‚Schuldige‘ für Entscheidungen zu suchen.“ Es sei „geradezu beschämend, der Öffentlichkeit unterschwellig wiederholt zu suggerieren, Mitglieder und Fans seien Teil der strukturellen Probleme auf Schalke.“ Die Unterzeichner beklagen außerdem die seit langem fehlende Kommunikation zwischen Fans und Verein. Ultimativ verlangt die Fan-Basis einen Gesprächstermin mit Magath bis spätestens kommenden Mittwoch, wo alle Probleme auf den Tisch kommen sollen.

Dass Schalkes Pressechef Rolf Dittrich die Entlassung von

Rolf Rojek

per Telefon verkündete, hat den 56-Jährigen tief getroffen: Er nennt dieses Verhalten „unfair“ und „stillos.“ Rojek war seit 1988 Fanbeauftragter des FC Schalke 04. Außerdem ist er Vorsitzender des Fanclub-Verbandes und Mitglied im Aufsichtsrat. Beide Funktionen übt er weiter aus. Rojek: „Die Art und Weise meiner Entlassung ist einfach nicht schön und hat mich sehr, sehr traurig gemacht. So habe ich mir meinen Abgang nach über einem Vierteljahrhundert Fanarbeit vor und in der Kurve nicht vorgestellt, durch ein unpersönliches Telefonat, zugestimmt vom gesamten Schalker Vorstand".