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Manuel Neuer ist Favorit auf die Kapitänsbinde

Westermann-Nachfolger

GELSENKIRCHEN Die Verpflichtung von neuen Spielern genießt bei Felix Magath momentan höchste Priorität. Doch der Schalker Trainer muss bis zum ersten Pflichtspiel auch noch andere wichtige Fragen klären.

von Von Frank Leszinski

, 10.08.2010
Manuel Neuer ist Favorit auf die Kapitänsbinde

Manuel Neuer ist Favorit auf das Schalker Kapitänsamt.

So zum Beispiel einen neuen Kapitän für den zum Hamburger SV gewechselten Heiko Westermann finden. Dass Magath nicht wählen lässt, sondern den neuen Kapitän selbst bestimmt, macht deutlich, dass für ihn diese Personalie große Bedeutung besitzt. So hat es der 57-Jährige auch in der vergangenen Saison bei Heiko Westermann gehalten. Nur den Mannschaftsrat dürfen die Spieler selbst bestimmen. Die Auswahl an geeigneten Spielern für die Binde ist beim FC Schalke 04 nicht sehr groß.

Das hängt auch mit der enormen Fluktuation zusammen, die der Kader momentan durchläuft. Zwölf Abgänge (inklusive Ausleihgeschäfte) hat Schalke in den vergangenen Wochen zu verzeichnen, darunter waren bekanntlich ehemalige Führungskräfte wie Marcelo Bordon oder Kevin Kuranyi. Von den bisher verpflichteten Neuzugängen kommt kaum jemand für das Kapitänsamt in Frage. Bei Weltstar Raul ist die Beherrschung der deutschen Sprache noch das größte Hindernis. Andere Spieler wie beispielsweise Benedikt Höwedes sind zwar schon länger im Club, wachsen aber erst in eine Führungsposition hinein und genießen noch nicht die Akzeptanz, die für das Amt des Kapitäns notwendig ist. Christoph Metzelder hat zwar große internationale Erfahrung durch zwei Weltmeisterschaftsteilnahmen 2002 und 2006, aber seine fußballerische Vergangenheit beim Erzrivalen Borussia Dortmund ist bei vielen Schalker Anhängern noch längst nicht vergessen. Ihn gleich in seinem ersten Schalke-Jahr mit der Binde auszustatten, wäre nur schwer vermittelbar. Felix Magath hätte zwar keine Bedenken, seinen Innenverteidiger für das Amt des Kapitäns zu benennen. „Die Angst, dass Christoph oft verletzt sein würde, hat sich nicht bestätigt. Er läuft immer vorne weg, kann die Abwehr organisieren und die Mannschaft führen,“ betont der Schalker Trainer. Doch der Favorit für das Kapitänsamt ist ein anderer.

Manuel Neuer ist aufgrund seiner Vita prädestiniert für diese Führungsrolle. Seit seinem fünften Lebensjahr spielt er für Königsblau und verkörpert wie kein anderer diesen Club. Zwar gibt es für Magath auch einen Nachteil bei Neuer, doch der hängt nur mit seiner Spielposition zusammen. „Ein Torwart ist als Kapitän nicht ideal, weil er im Spiel nicht mitten im Geschehen ist, sondern weiter weg“, sagt Magath. Doch es läuft wohl alles darauf hinaus, dass der 24-Jährige ab der neuen Saison die Kapitänsbinde bekommt.Zuletzt beim Supercup-Finale trug Neuer erneut die Binde. Dass Magath kurz vor dem DFB-Pokalspiel in Aalen jetzt noch eine Änderung vornimmt, erscheint höchst unwahrscheinlich.