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Max Meyer hat in Crystal Palace seinen neuen Verein gefunden

Schalke 04

Nach langer Suche hat Max Meyer nun einen neuen Klub gefunden. Der Ex-Schalker wechselt in die Premier League zu Crystal Palace. Der S04 kassiert sogar noch ein wenig Geld.

Mittersill

, 31.07.2018
Max Meyer hat in Crystal Palace seinen neuen Verein gefunden

Max Meyer schein einen neuen Verein gefunden zu haben. © dpa

Wer Crystal Palace in den aktuellen Champions- oder Europa-League-Lostöpfen sucht, der sucht vergeblich. Crystal Palace, ein Londoner Verein, pendelte lange Zeit zwischen 1. und 2. Liga (manchmal auch 3. und 4. Liga). Seit 2013 hat sich der Klub in der Premier League etabliert, kam aber nie über Platz zehn hinaus. In der vergangenen Saison belegten die „Eagles“ Platz elf – im Grunde ein Achtungserfolg, denn bis zum 16. Spieltag hatte Palace fast durchgehend die Rote Laterne des Tabellenletzten getragen. Im Europapokal hat Crystal Palace noch nie gespielt.

Ausbildungsentschädigung in Höhe von einer halben Million Euro

Am Dienstag absolvierte Meyer den Medizincheck bei den Londonern, bestätigte Schalke-Manager Christian Heidel. Er beantwortete auch die Frage, warum Schalke sich noch mit dem Thema Meyer beschäftigt, obwohl der Spieler seit dem 1. Juli nicht mehr bei den Königsblauen unter Vertrag steht: Weil Meyer viele Jahre bei Schalke in diversen Jugendmannschaften gespielt hat, erhält der Verein von Crystal Palace eine Ausbildungsentschädigung in Höhe von einer halben Million Euro.

Der Trennung vorausgegangen war eine regelrechte Schlammschlacht zwischen Meyer, seinem Berater Roger Wittmann und dem Verein, vertreten durch Heidel. Nachdem Trainer Domenico Tedesco Meyer in der vergangenen Saison zum defensiven Mittelfeldspieler umgeschult hatte, wollte Schalke mit dem 22-Jährigen eigentlich verlängern und hatte dem Spieler ein Angebot gemacht. Das lag allerdings gehaltsmäßig unter den Vorstellungen von Meyer und seinem Berater.

Heidel: „Freue mich, dass er einen neuen Verein gefunden hat“

„Ich hatte bei den Verhandlungen immer das Gefühl, wir reden über verschiedene Spieler“, hatte Heidel einmal gesagt: „Ich habe den sehr guten Bundesligaspieler Max Meyer im Kopf gehabt, sein Berater wollte aber einen Vertrag zwischen Schalke und dem Weltklassespieler Max Meyer abschließen.“ Man wurde sich nicht einig, Meyer sprach in einem Interview von „Mobbing“, am Ende wurde er zwei Spieltage vor Saisonende suspendiert.

Wittmann und Meyer gingen auf Vereinssuche, die aber bis jetzt erfolglos blieb. Wer erwartet hatte, dass die Real Madrids und Manchester Citys dieser Welt Schlange stehen würde, der sah sich getäuscht. Jetzt also Crystal Palace. Christian Heidel will sich nicht groß zum Thema äußern: „Alles, was ich jetzt dazu sagen würde, würde mir in irgendeiner Art und Weise ausgelegt werden – nur soviel: Ich freue mich, dass er einen Verein gefunden hat.“

Heidel führt „ganz normale Gespräche“ mit Wittmann

Auch die Beziehung zu Wittmann, der auch der Berater von Thilo Kehrer ist, sei nicht endgültig zerrüttet. „So eine Sache ist nie angenehm, das war für uns beide so“, sagt Heidel. Inzwischen sei die Sache aber vom Tisch: „Wir haben uns die Hand drauf gegeben, und seitdem führen wir wieder ganz normale Gespräche.“

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