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Meyer durchlebt ein Wechselbad der Gefühle

Nationalspieler schiebt Frust

Max Meyer durchlebt momentan ein Wechselbad der Gefühle. Während er bei den Olympischen Spielen nach starken Leistungen zurecht mit Komplimenten überhäuft wurde und danach in zwei Länderspielen der A-Nationalelf überzeugte, läuft es im Verein momentan nicht rund für den Nationalspieler.

Gelsenkirchen

06.10.2016
Meyer durchlebt ein Wechselbad der Gefühle

Max Meyer findet sich beim FC Schalke 04 deutlich häufiger als ihm liebt ist auf der Ersatzbank wieder.

Im Europa-League-Spiel gegen Salzburg stand der 21-Jährige zwar nach längerer Abstinenz mal wieder in der Schalker Startelf, aber nicht auf seiner Lieblingsposition im zentralen Mittelfeld, sondern auf der linken Seite. Und gegen Mönchengladbach waren es gerade mal zwei Minuten, die Meyer mitwirken durfte. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie längst entschieden.

Den ehrgeizigen Meyer frustrieren solche Kurzeinsätze. Aber (noch) hält er seine Enttäuschung verbal im Zaum, denn es ist ja nicht so, dass Trainer Markus Weinzierl von ihm nichts hält. Im Gegenteil, beim 1:0-Erfolg in Nizza lobte der 41-Jährige den Mittelfeldspieler in den höchsten Tönen: „Max hatte einen wichtigen Anteil am Sieg. Wenn man so dominant ist, kann man Spieler wie ihn sehr gut brauchen. Er hat das Spiel mit entschieden.“

Weinzierl baut auf Goretzka 

Dass sich Weinzierl zuletzt aber für Leon Goretzka im zentralen Mittelfeld entschieden hat, hängt wesentlich mit dessen Fähigkeiten zusammen, den Gegner durch aggressives Attackieren früh zu stören. Gerade nach dem Fehlstart in der Bundesliga war es wichtig, dass Schalke im Zentrum mit der nötigen Körpersprache agiert.

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Goretzka hat seinen Freund Meyer zuletzt ein bisschen aufgebaut. „Es wäre schlimm, wenn Max zufrieden wäre, ohne gespielt zu haben“, sagte er nach dem Salzburg-Spiel. Dass sein Kumpel beleidigt reagieren wird, hält Goretzka für ausgeschlossen: „Max ist nicht der Typ, der den Kopf in den Sand steckt.“

"Das schmeckt mir nicht"

Aber seine Enttäuschung lässt Meyer schon durchblicken, als er nach dem Salzburg-Spiel sagte: „Dreimal in Folge auf der Bank zu sitzen, das schmeckt mir nicht so. Ich versuche immer, im Training Gas zu geben und mich anzubieten. Aber der Trainer entscheidet natürlich, wen er aufstellt.“ In bisher neun Pflichtspielen nur dreimal in der Startelf zu stehen, das entspricht jedoch nicht dem Anspruch von Meyer, der in dieser Saison trotz seiner jungen Jahre eine Führungsrolle übernehmen wollte.

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Dass er um seinen Platz mehr kämpfen muss als ihm lieb ist, hängt auch mit der veränderten Konkurrenzsituation im Schalker Kader zusammen. Manager Heidel hatte vor dem Saisonstart deutlich gemacht, dass auf jeder Position mindestens zwei Spieler um ihren Platz kämpfen sollen. „Keine Mannschaft wird erfolgreich sein, wenn Positionen im Team immer fest vergeben sind“, so der Schalker Manager.

Nur zwei Spieler gesetzt

Bis auf Torhüter Fährmann und Kapitän Höwedes scheint kein Schalker Spieler mehr gesetzt. Selbst Mittelstürmer Huntelaar, der zuletzt zweimal wegen einer Erkältung fehlte, droht ein Platz auf der Bank, sollte Neuzugang Embolo weiterhin so stark auftrumpfen. Meyer wird sich also daran gewöhnen müssen, dass allein seine Leistung zählt, ob er spielt oder auf der Bank sitzt. 

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