Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Schalke kurz vor Verpflichtung von Hans Sarpei

Routinier im Anmarsch

GELSENKIRCHEN Als sich die Spieler von Bayer Leverkusen am Mittwoch auf den Weg zum Europa-League-Spiel in Simferopol machten, fehlte Hans Sarpei. Aus gutem Grund: Der Abwehrspieler wechselt zum FC Schalke 04.

von Von Frank Leszinski

, 25.08.2010
Schalke kurz vor Verpflichtung von Hans Sarpei

Im Anmarsch: Hans Sarpei wird zu Schalke 04 wechseln.

„Ja, es geht in diese Richtung“, bestätigte Schalke-Trainer Felix Magath im Gespräch mit RN.de. Am Donnerstag wird der Wechsel des erfahrenen Abwehrspielers, der seit 2007 für Leverkusen aktiv war, wohl offiziell verkündet. Magath reagierte damit auf die Abwehrschwächen, die seine Mannschaft in den ersten beiden Pflichtspielen zeigte.

Sarpei spielt bevorzugt auf der linken Verteidigerposition. Hier hat Schalke schon seit vielen Jahren Bedarf, weil Christian Pander zu verletzungsanfällig ist und Neuzugang Escudero noch Zeit braucht, um sich an das Niveau in der Bundesliga zu gewöhnen. Sarpei schaffte es mit der Nationalmannschaft Ghanas bei der WM in Südafrika bis ins Viertelfinale, kam jedoch bei Bayer Leverkusen in der vergangenen Saison nur zu zwölf Einsätzen. Zwischenzeitlich spielte er auch in der zweiten Mannschaft der Leverkusener. Mehr Bundesliga-Einsätze als zuletzt wären es in der neuen Spielzeit wohl kaum geworden, dazu ist der Konkurrenzkampf im Leverkusener Kader zu groß. Mit 34 Jahren biegt Sarpei ohnehin auf die Zielgerade in seiner Karriere ein. Deshalb stand er der Offerte aus Schalke keineswegs ablehnend gegenüber.

Bei diesem Transfer wird es aus Schalker Sicht sicherlich nicht bleiben. Felix Magath sprach zwar von einem „guten und schnellen Spiel“, doch auch in der Testpartie gegen den 1. FC Köln am Dienstagabend (1:2) wurde offenkundig, dass die Königsblauen in der Offensive mit großen Problemen zu kämpfen haben. Aus Schalkes „zweiter Reihe“ vermochte sich von den Stürmern jedenfalls niemand für einen Einsatz im Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 zu empfehlen. Der einzige Schalker Stürmer, der momentan zu überzeugen weiß, ist Jefferson Farfan. Zwar zog sich der Peruaner zu Beginn der Vorbereitung den Unmut von Magath zu, weil er wegen privater Probleme die erste Trainingswoche schwänzte. Doch seit der 26-Jährige wieder auf Schalke trainiert, präsentiert er sich topfit und mit großem Einsatzwillen. Drei Tore in den bisher absolvierten zwei Pflichtspielen (zwei im Pokal in Aalen, eins in Hamburg) beweisen wie wertvoll auch in der neuen Saison Farfan für die Königsblauen ist.

Trotzdem ist die Laune des Peruaners momentan nicht die beste. „Ich kann mich nicht so recht freuen, denn es ist wichtiger, dass wir als Mannschaft gewinnen.“ Gegen Hannover sei deshalb ein Heimsieg Pflicht. „Wir müssen unsere Abstimmungsprobleme beheben“, fordert der Stürmer, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.

Lesen Sie jetzt