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Plötzlich in der Startelf

Schalker Alessandro Schöpf sammelt Pluspunkte

Gelsenkirchen Als Alessandro Schöpf am Dienstag bei der österreichischen Nationalmannschaft eintraf, um sich auf die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Wales und Serbien vorzubereiten, hatte er gute Laune. Kein Wunder, denn bei seinem Klub Schalke 04 hat der Flügelstürmer zuletzt viele Pluspunkte gesammelt. Auch ein Defensivmann gehört zu den Gewinnern.

Schalker Alessandro Schöpf sammelt Pluspunkte

Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach.

In der Europa League gegen Salzburg sowie gegen Mönchengladbach stand der 22-jährige Schöpf nicht nur in der Schalker Startelf, sondern bot überzeugende Leistungen und durfte erstmals in dieser Saison jeweils 90 Minuten durchspielen. In den vorangegangenen Pflichtpartien hatte Schöpf zumeist zwischen Bank- oder Tribünenplatz gependelt. In den ersten drei Bundesligaspielen war er überhaupt nicht zum Einsatz gekommen.

Befreiungsschlag gegen M'gladbach

Schalke-Manager Heidel hält den Ball flach

GELSENKIRCHEN Der Anfang ist gemacht. Nach dem 4:0-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach gab es zum ersten Mal in dieser Saison nach einem Bundesligaspiel strahlende Gesichter beim FC Schalke 04. Der erste Dreier sorgte nicht nur für große Erleichterung, sondern bewahrte die Königsblauen auch vor weiteren Diskussionen über die Arbeit von Trainer Weinzierl oder vermeintliche Fehler in der Transferpolitik.mehr...

Doch aktuell besitzt der Stürmer wieder gute Karten bei Trainer Weinzierl. Denn der 22-Jährige reagierte nicht beleidigt, sondern gab im Training weiter Gas und wartete geduldig auf seine Chance. „Wenn die Mannschaft nicht funktioniert, ist es für jeden Einzelnen schwierig. Und wenn es nicht läuft, wird es noch einmal schwieriger. Es hilft aber nichts, zu jammern“, beschreibt Schöpf seine Einstellung im Profifußball.

"Aufsteiger des Jahres"

In seinem Heimatland gilt er längst als großer Hoffnungsträger. Schöpf ist der einzige Spieler, der sich in diesem Jahr neu in der Nationalelf etablieren konnte, kürzlich erhielt er einen Preis als „Aufsteiger des Jahres“. Dass er in der Winterpause vom Zweitligisten 1. FC Nürnberg zu den Königsblauen wechselte, hängt auch mit „Eurofighter“ Mike Büskens zusammen. Der damalige Schalke-Scout machte sich für eine Verpflichtung von Schöpf stark.

GELSENKIRCHEN Der FC Schalke 04 mag mit vielen Begriffen assoziiert werden, die Vokabel "Geduld" taucht in den "Top 20" genau wie "langweilig" wahrscheinlich nicht auf. Insofern wäre es logisch gewesen, wenn nach null Punkten aus fünf Spielen das Trommelfeuer der Kritik auf Trainer Markus Weinzierl niedergeprasselt wäre. Doch es blieb relativ ruhig.mehr...

„Ich habe darauf hingewiesen, dass es in der zweiten Liga einen Spieler gibt, der über sehr gute Qualitäten verfügt und der Schalke helfen kann. Schöpf ist ein junger Spieler mit viel Potenzial. Ich war nicht überrascht, als er verpflichtet wurde,“ sagte Büskens kürzlich gegenüber österreichischen Medien.

Kolasinac vor Baba

Auch bei Sead Kolasinac zeigt die Leistungskurve nach oben. Nachdem Weinzierl zuletzt immer Neuzugang Baba den Vorzug auf der linken Abwehrseite gegeben hatte, ist seit dem Salzburg-Spiel nun Kolasinac erste Wahl. Der bullige Defensivspezialist scheint mit seiner körperlichen Präsenz genau der Richtige zu sein, um Schalke dabei zu helfen, die untere Tabellenregion schnell zu verlassen. Und dass der Verteidiger auch offensiv seine Qualitäten besitzt, dokumentierte er mit seiner Vorarbeit zum 2:0 gegen Mönchengladbach eindrucksvoll.

GELSENKIRCHEN Als Breel Embolo sein erstes Bundesligator für den FC Schalke 04 gelang, gab es für den 19-Jährigen am Sonntagabend kein Halten mehr. Er sprintete zur Schalker Bank und nahm Enrico Heil liebevoll in den Arm. Der Schalker Zeugwart hatte nämlich vor der Heimpartie gegen Mönchengladbach dem Stürmer nicht nur seinen ersten Bundesligatreffer prophezeit, sondern ihm geraten, auch neue Stollen für seine Fußballschuhe zu benutzen.mehr...

Für Kolasinac ist es eine besonders wichtige Saison. Denn im nächsten Jahr läuft sein Vertrag aus. Wechselgerüchte tauchten in den vergangenen Monaten immer wieder auf, doch der bosnische Nationalspieler blieb Schalke treu. Ob das so bleiben wird, hängt wohl wesentlich davon ab, wie viele Einsatzzeiten „Seo“ in Zukunft bekommen wird. Seine letzten beide Auftritte haben gezeigt, dass er seinen Platz auf der linken Abwehrseite keineswegs kampflos räumen wird.

Elf Schalke international im Einsatz


 

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