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Caligiuri genießt hohen Zuspruch

Schalker Flügelspieler wird noch immer unterschätzt

Gelsenkirchen Die Verpflichtung von Daniel Caligiuri im Januar 2017 löste beim Schalker Anhang keine Begeisterungsstürme aus. Daran hat sich bislang auch nichts geändert. Doch intern genießt der Deutsch-Italiener eine hohe Wertschätzung.

Schalker Flügelspieler wird noch immer unterschätzt

Intern genießt Daniel Caligiuri eine hohe Wertschätzung. Foto: dpa

Als der FC Schalke 04 im Januar 2017 die Verpflichtung von Daniel Caligiuri bekannt gab, stand die Fußball-Welt nicht still. Dieser Transfer wurde von der königsblauen Fangemeinde vielmehr ohne emotionale Erschütterungen aufgenommen. Caligiuri galt als solider Bundesligaspieler, aber niemand, der die Massen begeistern kann.

Ausgezeichneter Ruf

Nach einem Jahr auf Schalke hat sich an dieser Einschätzung in der Öffentlichkeit kaum etwas geändert. Doch was den Stellenwert des 30-Jährigen intern betrifft, sieht es ganz anders aus. Caligiuri wird über alle Maße geschätzt. Ob man Trainer Domenico Tedesco fragt, Sportvorstand Christian Heidel oder seine Mannschaftskameraden: Der Deutsch-Italiener genießt einen ausgezeichneten Ruf.

Tedesco warnt vor Mainz und Co.

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„Ich wollte ihn damals schon von Freiburg nach Mainz holen. Du kannst nicht mit elf Künstlern bestehen. Du brauchst solche Teamplayer wie Calli“, lobte Heidel noch am Donnerstag dieser Woche die herausragenden Qualitäten des gebürtigen Villingers, der beim SC Freiburg und VfL Wolfsburg zuvor in der Bundesliga gespielt hatte.

Heidel bleibt hartnäckig

Auch als Heidel im Sommer 2016 Sportvorstand auf Schalke wurde, behielt er Caligiuri im Blick. Sein nächster Vorstoß, den vielseitigen Spieler vom VfL Wolfsburg loszueisen, scheiterte jedoch zunächst. Doch Heidel blieb hartnäckig und ein halbes Jahr später klappte der Transfer.

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Schalke hat es nicht bereut. Caligiuri spielt eine starke Saison. In 24 von bisher 25 Bundesligaspielen kam der Routinier zum Einsatz. Ihm gelangen drei Tore und sechs Torvorbereitungen. Eine starke Bilanz, die den Wert von Caligiuri für die Blau-Weißen unterstreicht.

Tedesco schätzt Caligiuris Ehrgeiz

Tedesco schätzt den großen Ehrgeiz seines Rechtsaußen, der auch im Training jedes Spiel gewinnen will. „Manchmal versucht er sogar, Ergebnisse in seinem Sinne zu beeinflussen. Da wird aus einem 1:3-Rückstand seiner Mannschaft plötzlich ein 1:1“, erzählte der Schalker Trainer mit einem Lächeln.

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Caligiuri stellt alle persönlichen Interessen hinter den Mannschaftserfolg zurück. In Leverkusen ließ er sich sogar bei der Elfmeterausführung von Nabil Bentaleb überreden, ihm den Ball zu überlassen. „Hauptsache, der Ball ist drin“, so Caligiuri, als er hinterher darauf angesprochen wurde.

Schalke will vorlegen

Der 30-Jährige gilt zudem als selbstkritischer Kopf, der nicht in den Verdacht gerät, Spiele der eigenen Mannschaft schön zu reden. So räumte der Flügelspieler nach dem 1:0-Erfolg gegen die Hertha ein: „Wir müssen darüber reden, dass wir uns nach einer Führung nicht zu weit zurückziehen, sonst wird man irgendwann wieder bestraft.“ Das soll Freitagabend (20.30 Uhr/Sky) nicht passieren. Schalke will vielmehr gegenüber den Europapokal-Konkurrenten punktemäßig vorlegen, um seine gute Tabellensituation zu verteidigen. Nach drei Bundesligasiegen in Serie ist das Selbstvertrauen der Königsblauen entsprechend groß.

Zumal sich auch im Sturm eine weitere personelle Alternative für Tedesco eröffnet: Der gegen Berlin noch gesperrte Guido Burgstaller dürfte in die Schalker Startelf zurückkehren.

So könnte Schalke spielen
Fährmann - Kehrer, Naldo, Stambouli - Caligiuri, Meyer, Bentaleb, Oczipka - Di Santo - Embolo, Burgstaller

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