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Schalker Torwart-Trainer formte zahlreiche Bundesliga-Keeper

Flugschule Matuschak

Sein berühmtester Schüler heißt Manuel Neuer. Der 24-Jährige hat es bekanntlich bis zur Nummer eins im deutschen Nationaltor gebracht. Doch die Liste der Torhüter, die dank der Hilfe von Lothar Matuschak den Sprung in den Profi-Bereich geschafft haben, wird Jahr für Jahr immer länger.

GELSENKIRCHEN

von Von Frank Leszinski

, 08.11.2010
Schalker Torwart-Trainer formte zahlreiche Bundesliga-Keeper

Meister seines Faches: S04-Torwarttrainer Lothar Matuschak.

Zuletzt sorgten in der zweiten DFB-Pokalrunde zwei frühere Matuschak-Schützlinge für Schlagzeilen.Christofer Heimeroth, von 1999 bis 2006 bei den Königsblauen unter Vertrag, war der Held beim Pokalerfolg von Borussia Mönchengladbach in der Verlängerung gegen Bayer Leverkusen. Im Elfmeterschießen wehrte der 29-Jährige den Schuss von Helmes ab und sorgte damit für das überraschende Weiterkommen der Borussen.

Für eine noch größere Sensation sorgte der Ex-Schalker Robert Wulnikowski im Trikot von Kickers Offenbach. Der gebürtige Pole hielt im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund gleich zwei Schüsse und besiegelte damit das Aus des Bundesliga-Spitzenreiters. Natürlich freut sich Lothar Matuschak, seit 1995 leitender Torwarttrainer der Nachwuchsabteilung beim Bundesligisten über diese Leistungen. Doch ist der 62-Jährige viel zu bescheiden, um sich in den Vordergrund zu stellen. „Es ist ja unser Ziel in der Jugendabteilung, junge Spieler an den Profibereich heranzuführen“, sagt Matuschak.

Manchen seiner Schützlinge ist es erst nach vielen Jahren in der zweiten Reihe vergönnt, doch noch zur Nummer eins aufzusteigen. So wie zum Beispiel Christian Wetklo, der als Schalker sechs U18-Länderspiele bestritt. Seit 2001 spielt der 30-Jährige bei Mainz 05, hauptsächlich in der zweiten Mannschaft, aber auch immer wieder mal einspringend, wenn sich die Nummer eins Dimo Wache verletzte. Das ist momentan wieder der Fall, wobei Wetklo im bisherigen Saisonverlauf so einen guten Eindruck hinterließ, dass er nun gute Chancen besitzt, sich in der Bundesliga zu etablieren. Für Schalkes früheren Torwart-Trainer Oliver Reck sind die Erfolge bei der Ausbildung talentierter Schlussmänner kein Zufall: „Lothar Matuschak hat über einen sehr langen Zeitraum viele junge Torhüter rausgebracht. Er beobachtet sehr gut und schätzt das Leistungspotenzial der Jungs sehr gut ein. Seine Quote liegt hier bei nahezu 100 Prozent“, hat Reck schon vor Jahren anerkennend gesagt. Lothar Matuschak ist so viel Lob fast peinlich: „Ich habe das Torwarttraining nicht erfunden. Wir sind hier keine Überflieger. Aber wir leisten grundsolide Arbeit.“

Was auch im Vergleich deutlich wird. So kassierten Vertreter der hoch gelobten Gerry-Ehrmann-Schule (Sippel, Fromlowitz, Wiese) am letzten Wochenende nicht weniger als 13 Gegentore. Wobei Wiese noch zu den besten Bremern beim 0:6-Debakel in Stuttgart gehörte.

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