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Späte Premiere für Cedric Teuchert

Schalkes Talent: Habe an Selbstvertrauen gewonnen

Gelsenkirchen Was motiviert Fußballer, insbesondere Stürmer, zu einem Torerfolg? Der Ruhm? Die Prämie? Was ein Treffer im Revierderby bedeutet, hat Cedric Teuchert von seinen Mannschaftskollegen schon mit auf den Weg bekommen. Nach seinem Bundesliga-Debüt gegen Freiburg würde der 21-Jährige gerne auch bald treffen - am liebsten im Derby.

Schalkes Talent: Habe an Selbstvertrauen gewonnen

Sieben Minuten stand Cedric Teuchert (Mitte) gegen den SC Freiburg auf dem Platz. Hier blockt Caglar Söyüncü seinen Schuss. Foto: imago/Sven Simon

„Ich habe gehört, dass man dann in ganz Gelsenkirchen umsonst essen kann“, sagt Teuchert und schmunzelt. Am vergangenen Samstag im Spiel gegen den SC Freiburg hatte Teuchert, der im Winter vom 1. FC Nürnberg zu Schalke gewechselt war, sein Bundesliga-Debüt gegeben. In der 83. Minute hatte Trainer Domenico Tedesco Teuchert für Breel Embolo eingewechselt – einige Wochen zuvor hatte der Stürmer bereits im DFB-Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg eine Viertelstunde lang mitwirken dürfen.

Werbung gemacht

Gegen Freiburg nutzte Teuchert die sieben Minuten relativ erfolgreich für Werbung in eigener Sache: Beinahe wäre ihm kurz vor Schluss noch der Treffer zum 3:0 gelungen, doch sein Schuss ging knapp am Tor vorbei. Dementsprechend zufrieden zeigte sich Teuchert am Mittwoch nach dem Training – auch, wenn er die Einheit vorzeitig beenden musste. Bei einem Zweikampf mit Ralf Fährmann, der bekanntlich auch im Training keine Gefangenen macht, hatte sich Teuchert eine kleine Blessur am rechten Knöchel zugezogen – „nichts Ernstes“, gab er allerdings schnell Entwarnung.

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Im Wintertrainingslager der Schalker im spanischen Benidorm war Teuchert Anfang des Jahres zur Mannschaft gestoßen: Nach Alessandro Schöpf im Jahr 2016 und Guido Burgstaller im Jahr 2017 war er der dritte Nürnberger, der im Winter den Weg zum FC Schalke fand. Anders als Burgstaller aber, der auf Schalke mit dem Toreschießen dort weitermachte, wo er in Nürnberg aufgehört hatte, war der 21-jährige Cedric Teuchert als Investition in die Zukunft geplant. „Cedric ist ein junger, talentierter Spieler, der über eine freche Spielweise und einen guten Torriecher verfügt“, hatte Tedesco im Winter über seinen Neuzugang gesagt – ihm aber auch klar gemacht, dass auf Schalke jede Menge Arbeit auf ihn warten würde. Daher zeigt sich Teuchert auch nicht enttäuscht darüber, dass er so lange auf seinen ersten Ligaeinsatz warten musste.

Zeit benötigt


„Am Anfang habe ich etwas Zeit gebraucht“, sagt er. „Jetzt habe ich aber an Selbstvertrauen gewonnen und denke, dass ich in der Mannschaft angekommen bin.“ Auch woran er arbeiten müsse, habe sein Trainer ihm gesagt. „Mein Kopfballspiel, meine Ausdauer und meine Spritzigkeit sind verbesserungswürdig“, zählt er auf. „Zurzeit kann ich über jede Minute, die ich spiele, froh sein. Wenn ich weiter hart trainiere und Extraschichten fahre, bin ich überzeugt, dass ich hier eine gute Rolle spielen kann.“ Vielleicht ja auch auf der großen Bühne Champions League: „Klar wäre es schön, wenn wir in der kommenden Saison bei den Großen mitspielen würden“, sagt er, „wenn wir weiter so konzentriert stehen wie bisher und vorne die Tore machen, könnte am Ende die Qualifikation herausspringen.“

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