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Schalkes Trainer verteidigt den königsblauen Spielstil

Tedesco widerspricht Kritikern

Am Samstagabend ist Schalke in der Fußball-Bundesliga beim VfL Wolfsburg gefordert. Die Königsblauen wollen ihren guten Lauf fortsetzen. Trainer Domenico Tedesco verteidigt indes die Kritik an der erfolgreichen, aber wenig attraktiven Spielweise.

Gelsenkirchen

, 16.03.2018
Schalkes Trainer verteidigt den königsblauen Spielstil

„Sagen Sie mir eine Mannschaft, die zuletzt so mutig nach vorn gespielt hat wie wir in München“, entgegnet Domenico Tedesco auf die Kritik an Schalkes Spielweise. © dpa

Wenn der VfL Wolfsburg und der FC Schalke 04 am Samstagabend (18.30 Uhr, live auf Sky) aufeinandertreffen, könnte der Unterschied zwischen beiden Klubs kaum größer sein. Auf der einen Seite die Gastgeber, die trotz großer Finanzkraft und eines nominell bestens bestückten Kaders gegen den Abstieg kämpfen, und auf der anderen Seite die Königsblauen, die als Tabellenzweiter eine der großen positiven Überraschungen in dieser Saison sind.

Erfolgreich, aber unattraktiv

Deshalb macht es Domenico Tedesco auch nichts aus, dass die Schalker Spielweise in den letzten Tagen im Fokus der Kritik stand. Die Vorwürfe: Schalke spiele zwar erfolgreich, aber nicht attraktiv. Zudem werde die Taktik fast vollständig am jeweiligen Gegner ausgerichtet und keine eigenen Akzente gesetzt.

„In dieser pauschalen Form kann ich das nicht teilen. Von den letzten fünf Spielen haben wir drei sehr gut bestritten. Phasenweise gab es Halbzeiten, die vielleicht nicht so gut anzuschauen waren. Aber sagen Sie mir eine Mannschaft, die zuletzt so mutig nach vorn gespielt hat wie wir in München“, antwortete der Schalker Trainer seinen Kritikern.

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Schalke blieb zwar in dieser Saison schon zweimal gegen die „Wölfe“ ungeschlagen (1:1 in der Bundesliga, 1:0 im DFB-Pokal), aber nach dem Trainerwechsel - nun führt Bruno Labbadia die Geschäfte - erwartet Tedesco ein ganz anderes Spiel. „An einem guten Tag können die Wolfsburger jeden Gegner schlagen. Da ist Vorsicht geboten“, so der 32-Jährige, der personell jede Menge Optionen hat.

Kehrer wieder eine Option

Nachdem Thilo Kehrer im Spiel in Mainz eine dicke Beule oberhalb des rechten Auges erlitt, konnte er zunächst nur eingeschränkt am Mannschaftstraining teilnehmen. In Wolfsburg ist der Verteidiger für Tedesco aber wieder eine Option. „Thilo hat in den vergangenen Partien super gespielt und durch seine Verletzung nicht allzu viel verpasst“, so der Schalker Trainer, der nur bei Weston McKennie noch abwarten muss. Der US-Boy klagt über muskuläre Probleme.

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Während bei Wolfsburg die finanziellen Möglichkeiten und der sportliche Ertrag im krassen Missverhältnis stehen, hat Schalke seine Personalkosten für den Profikader gesenkt. Im von Finanzvorstand Peter Peters am Mittwoch vorgestellten Konzernbericht waren die Personalkosten zwar mit 92 Millionen Euro angegeben worden, was bei den Journalisten für Verwunderung sorgte. „Doch dieses Volumen bezog sich auf das gesamte Kalenderjahr 2017“, wie Christian Heidel gestern erläuterte.

52 Millionen Euro Personalkosten am Saisonende

Der Schalke-Manager hatte in den letzten Monaten stets von rund 50 Millionen Euro für den Profietat gesprochen. gesprochen. „Genau waren es 48,9 Millionen Euro“, wie Heidel am Donnerstag verriet. Aufgrund bestimmter Entwicklungen (neue Spieler, Vertragsverlängerungen) werden es am Saisonende rund 52 Millionen Euro sein.

Zu dieser Summe kommen noch Bonuszahlungen und Prämien wegen Schalkes bisher guter Saison. Maximal könnten sich die Kaderkosten am Saisonschluss auf 70 Millionen Euro belaufen. „Für Schalker Verhältnisse ist die Mannschaft recht günstig“, fügte Heidel mit einem Augenzwinkern hinzu. In der Vorsaison waren es noch rund 80 Millionen Euro.

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