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Supercup beschert Schalke und Bayern erhebliche Zusatzeinnahmen

Lukratives Muster ohne Wert

AUGSBURG Sportlich eher ein Muster ohne Wert, ist der Supercup zwischen dem FC Bayern München und dem FC Schalke 04 in wirtschaftlicher Hinsicht ein großer Erfolg. Schon jetzt steht fest, dass sich beide beteiligten Vereine auf Zusatzeinnahmen von mindestens 500000 Euro freuen dürfen.

von Von Frank Leszinski

, 06.08.2010
Supercup beschert Schalke und Bayern erhebliche Zusatzeinnahmen

Am Samstag geht es für Christian Nerlinger (l.) und Felix Magath um den Supercup.

In rund 150 Ländern wird die Partie, die am Samstag um 17.45 Uhr in der Augsburger Impuls-Arena angepfiffen wird, live übertragen – in Deutschland von der ARD. Obwohl die Zuschauer wohl nur eine bessere B-Elf des Rekordmeisters erleben werden, ist das Interesse am ersten Gipfeltreffen der Bundesliga-Giganten riesig. Lediglich 1000 Tickets sind noch verfügbar.

Andreas Rettig, Manager des FC Augsburg, rechnet mit einem ausverkauften Haus. Immerhin dürfen sich die Fans auf Schalkes Star-Neuzugang Raul freuen. Der Spanier hatte sich bei den „Königsblauen“ am vergangenen Sonntag mit zwei Toren beim 3:1-Sieg gegen die Bayern im Finale um den Liga-total-Cup prächtig eingeführt. Sein Landsmann, der am vergangenen Montag verpflichtete Sergio Escudero, dürfte sein Debüt im Schalker Trikot geben. Sein neuer Trainer Felix Magath sieht sein Team gegenüber dem deutschen Rekordmeister im Vorteil: „Wir haben in der Vorbereitung gezeigt, dass wir gut in Schuss sind. Es wird Zeit, dass Schalke diesen Pokal holt.“ Für Gegner Bayern München ist die Zielvorgabe klar: Das Team von Trainer Louis van Gaal will mit aller Macht den ersten Titel der Saison holen und damit nach dem „Double“ gleich wieder ein erstes Ausrufezeichen setzen. „Ich will den Supercup unbedingt gewinnen, auch wenn ich weiß, dass das schwer wird“, sagte van Gaal vor dem Prestigeduell.

Doch die Bayern haben jede Menge Sorgen. Arjen Robben fehlt ebenso verletzt wie Abwehrchef Daniel van Buyten. Zudem ist Franck Ribéry nach seiner Leisten-OP noch nicht so weit, und die WM-Teilnehmer – acht aus Deutschland plus die beiden Niederländer Mark van Bommel und Edson Braafheid – befinden sich erst seit Montag wieder im Training. Wer deshalb spielen wird, will van Gaal erst kurzfristig festlegen. Sicher ist nur, dass die WM-Helden Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Thomas Müller oder Miroslav Klose genauso wie Kapitän van Bommel wohl nur maximal eine Halbzeit zum Einsatz kommen. In der ersten Woche gleich 90 Minuten zu spielen, sei „ein Risiko“, so der Coach. Insgesamt sei die Situation „nicht ideal“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger, „aber wir werden das bewältigen – auch das Spiel in Augsburg“. Den Ehrgeiz von van Gaal, zum dritten Mal nach 1987 und 1990 den Supercup nach München zu holen, kann Nerlinger, der von einem „Härtetest“ spricht, nachvollziehen: „Er will eben jedes Spiel gewinnen, jeden Titel. Zudem tragen auch Siege in der Vorbereitung dazu bei, dass man für die neue Saison Selbstvertrauen tankt. Das ist wichtig.“ Auch Mario Gomez unterstrich die Bedeutung: „Das ist ein Endspiel – und als FC Bayern will man jedes Endspiel gewinnen.“ Erstmals wird in einem offiziellen Spiel mit dem neuen Liga-Einheitsball „Torfabrik“ gespielt.