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Sicherheitschef über Pyrotechnik

„Trend ist eindeutig negativ“

Gelsenkirchen Spätestens seit den Relegationsspielen zwischen Hertha BSC und Fortuna Düsseldorf wird das Thema Stadionsicherheit und Pyrotechnik in Fußball-Deutschland kontrovers diskutiert. Auch bei Schalke 04 macht sich Sicherheitschef Volker Fürderer Gedanken über die bedenklichen Entwicklungen.

„Trend ist eindeutig negativ“

Bengalos gefährden die Sicherheit der Zuschauer in den Bundesligastadien. Foto: NBM

„Der Trend ist eindeutig negativ. Man kann nicht so tun, als wäre bei der Stadionsicherheit alles in Ordnung“, betont Fürderer im Gespräch mit dem Medienhaus Bauer. Der Schalker Sicherheitsexperte plädiert allerdings bei dieser Thematik um eine differenzierte Sichtweise. „Was zum Beispiel in Düsseldorf mit dem Stürmen des Platzes passiert ist, wäre in der Veltins Arena aufgrund der baulichen Voraussetzungen kaum möglich“, sagt Fürderer. Denn durch die verschiebbare Rasenwanne besteht eine Art Graben rund um das Spielfeld. Schalke vertraut seit Jahren einem Sicherheitskonzept, das den Richtlinien der Baustättenschutzverordnung folgt und zusammen mit einem Anwalt ausgearbeitet wurde. Fürderer: „Das ist sozusagen unsere Sicherheits-Bibel. Aber wir setzen uns vor jeder Saison zusammen und diskutieren mit Feuerwehr und Polizei, was sich noch verbessern lässt. Das ist ein fortlaufender Prozess.“ Bisher gab es in der Veltins-Arena seit deren Bestehen im Jahre 2001 keine großen Ausschreitungen. Fürderer: „Es gab nur kleinere Vorfälle, die von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wurden. Aktuell bestehen 44 Stadionverbote, das ist für einen Verein von der Größenordnung des FC Schalke 04 eine kleine Zahl.“ Ohne die Polizei miteingerechnet, kümmern sich zwischen 700 und 850 Personen bei jedem Schalker Heimspiel um die Sicherheit. Pyrotechnik bleibt bei den Heimspielen des FC Schalke 04 nach wie vor verboten. „Schalke 04 hat auf Wunsch der Ultras GE noch einmal alle Parteien an einen Tisch geholt. Feuerwehr, Polizei und die Stadt Gelsenkirchen haben gemeinsam mit dem Verein geprüft, ob es Rahmenbedingungen gibt, die dazu führen könnten, dass ein Genehmigungsverfahren zu einem neuen Ergebnis im Einsatz von Pyrotechnik kommt. Doch das Ergebnis ist das Gleiche geblieben. Pyrotechnik hat in Fußballstadien nichts zu suchen“, betont Fürderer. Denn der Einsatz von Pyrotechnik kann schwerwiegende Folgen haben wie schwere Verbrennungen oder ein lebenslang wirkendes Knalltrauma. Aufgeschlossen steht der Sicherheitsexperte den Überlegungen gegenüber, in den Stadien intensiver Videokameras zu nutzen, um Bengalo-Besitzer und gewaltbereite Personen dingfest machen zu können. Fürderer: „Das wäre eine Möglichkeit, um Kollektivstrafen zu vermeiden.“ Dass der Deutsche Fußball-Bund vor der nächsten Saison einige neue Sicherheitsrichtlinien erlassen wird, davon geht Fürderer aus. Es muss etwas getan werden – die Frage ist nur, was das sein könnte. Viele Vereine fürchten hohe Geldstrafen und Platzsperren seitens des Verbandes, wenn sich solche Dinge wie in Karlsruhe oder Düsseldorf wiederholen sollten. Fürderer: „Den Stein der Weisen zu finden ist beim Thema Sicherheit alles andere als einfach.“

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