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Pro und Contra: Hat der Verein richtig gehandelt?

Max Meyer darf nicht mehr auf Schalke trainieren

Der FC Schalke 04 und Max Meyer stehen nach den Mobbing-Vorwürfen des Fußballprofis vor einer schmutzigen Scheidung. Nach dem Rundumschlag gegen die Klubführung hat der Bundesligist reagiert. Der 22-Jährige darf bis Saisonende nicht mehr mit der ersten Mannschaft trainieren. Wir diskutieren: Hat Schalke richtig gehandelt?

GELSENKIRCHEN

, 30.04.2018
Pro und Contra: Hat der Verein richtig gehandelt?

Max Meyer verlässt Schalke am Saisonende - schon jetzt darf er nicht mehr mit der Mannschaft trainieren. © dpa

Ja, die Suspendierung ist richtig! - Bodenhaftung verloren

Ob Max Meyer sich mit diesem Interview einen Gefallen getan hat? Auf keinen Fall. Er hat nicht nur den eigenen Ruf beschädigt, sondern auch jegliche Selbstkritik vermissen lassen. Schuld sind immer die anderen. Ob Christian Heidel, Clemens Tönnies oder Domenico Tedesco – aber nur nicht Max Meyer.

Er vertraut lieber seinem Berater, anstatt die eigene Situation einmal nüchtern zu analysieren. Wenn Meyer so ein toller Spieler ist, wie er glaubt, warum hat er dann noch keinen neuen Verein gefunden?

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Dieser 22-Jährige leidet offenbar an purer Selbstüberschätzung und muss jetzt höllisch aufpassen, dass seine Karriere nicht einen ganz anderen Verlauf nimmt, als er es sich erhofft.

Und Schalke? Auch der Verein hat sicherlich nicht alles richtig gemacht im Umgang mit dem Nationalspieler, aber er wird sich so ein Verhalten nicht bieten lassen können. Zwei Spieltage vor dem Saisonende, wo die Champions-League-Qualifikation auf dem Spiel steht, hat Meyer seinem früheren Herzensklub enorm geschadet. Denn er hat Unruhe produziert, die die Königsblauen in dieser Phase der Saison nun überhaupt nicht gebrauchen können.

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Deshalb darf Meyer sich nicht wundern, dass er bis zum Saisonende nur noch der Trainingsgruppe 2 angehört. Schade um ein Talent, das leider in den letzten Monaten die Bodenhaftung verloren hat.

Von Frank Leszinski

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Nein, friedliche Lösung wäre möglich - Meyer ist nicht allein schuldig
Kein Zweifel: Max Meyer ist mit seiner Generalkritik an den Verantwortlichen des FC Schalke 04 weit über das Ziel hinaus geschossen. Und natürlich müssen sich die Wege beider Parteien nach der Saison trennen. Verein und Spieler sollte jedoch daran gelegen sein, die Scheidung friedlich und nicht schmutzig zu vollziehen. Beide haben einen Ruf zu verlieren.

Die Schuld alleine beim erst 22 Jahre alten Spieler zu suchen, wäre ohnehin falsch. Zum einen hat sich auch die Klubführung der Königsblauen um Clemens Tönnies („Der Zug des Geldes hat die Emotionen überholt“) nicht schadlos gehalten. Vor allem aber zeigt der Fall Meyer einmal mehr, welch’ gewichtige Rolle die Spielerberater, in diesem Fall Roger Wittmann, eingenommen haben und mit welcher Macht sie agieren. Als Meyer im Februar eine verbesserte Offerte der Schalker abgelehnt hatte, warf Wittmann dem Klub trotz des Top-Angebots – von 5,5 Millionen Euro Jahresgehalt ist die Rede – fehlende Wertschätzung vor.

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Wohl auch, weil der Verein dem ebenfalls wechselwilligen Leon Goretzka deutlich mehr geboten hatte. Doch Manager Christian Heidel blieb hart, und Witmann ließ den Streit eskalieren, ohne dabei auf seinen Schützling zu achten, der nun der Buhmann ist.

Heidel müsste das wissen, er ist lange genug im Geschäft. Deshalb sollten sich er und Meyer zusammensetzen und die Saison ohne weitere Störfeuer zu Ende bringen.

Von Oliver Brand

Heidel widerspricht Mobbing-Vorwürfen „Dieses Vorgehen und diese Aussagen können wir nicht tolerieren. Noch mehr als die unzutreffenden Behauptungen stören uns die Mobbing-Vorwürfe, die wir aufs Schärfste zurückweisen. Schalke 04 hat sich gegenüber Max Meyer immer korrekt verhalten.“
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