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Als Vizemeister zurück in die Champions League

Schalke kann in Augsburg jubeln

Der FC Schalke 04 kehrt als deutscher Vizemeister in die Champions League zurück. Damit krönten die Knappen die Premierensaison ihres jungen Trainers Domenico Tedesco.

AUGSBURG

05.05.2018
Als Vizemeister zurück in die Champions League

Als Vizemeister zurück in der Champions League: Der FC Schalke 04. © imago

Etwas mehr als drei Jahre nach dem hauchdünnen Aus gegen Real Madrid in der Königsklasse sicherten sich die Königsblauen am vorletzten Bundesliga-Spieltag dank eines 2:1 (2:1) beim FC Augsburg vorzeitig das Ticket für das Millionenspiel. „Bei uns ist etwas zusammengewachsen“, erklärte Sportvorstand Christian Heidel. „Die Vize-Meisterschaft fühlt sich sehr gut an. Das ist für mich so etwas wie der gefühlte Titel, da man aktuell in der Bundesliga nicht mehr erreichen kann. Ich möchte der gesamten Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Einen Riesenanteil an der Erfolgsgeschichte hat Domenico Tedesco.“

Dortmund patzt gegen Mainz

Der Revierklub profitierte am Samstag auch vom Ausrutscher von Rivale Borussia Dortmund, der mit 1:2 gegen den FSV Mainz 05 patzte. Vor dem Bundesliga-Finale ist Schalke Platz zwei nicht mehr zu nehmen - Dortmund hat als Dritter uneinholbare fünf Punkte Rückstand.

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Bundesliga, 33. Spieltag: FC Augsburg - FC Schalke 04 1:2 (1:2)

05.05.2018
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Augsburg und dem FC Schalke 04.© imago
Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Augsburg und dem FC Schalke 04.© dpa
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Bilder der Bundesliga-Partie zwischen dem FC Augsburg und dem FC Schalke 04.© dpa

Vor 30 660 Zuschauern zeigten sich die Schalker sehr zielstrebig. Mit einem Doppelpack sorgte Thilo Kehrer (23. Minute, 34.) für den 17. Saisonsieg der Gäste. „Unser Wille, unsere Geschlossenheit und unsere tägliche Arbeit sind in meinen Augen die Gründe für die starke Saison“, sagte der Doppeltorschütze. „Wir haben jeden Tag aufs Neue versucht, das Beste aus uns herauszuholen und uns zu steigern.“

Der Auftakt in Augsburg war aber zunächst noch beschaulich. Der FCA verabschiedete unter Applaus der eigenen Fans und mit einem Blumenstrauß Torwart Marwin Hitz und Defensiv-Allrounder Gojko Kacar, die den Verein im Sommer verlassen. Dann bekamen die Zuschauer ordentlich was geboten.

Drei Treffer nach Standards

Schon in der vierten Minute hätten die Hausherren, für die Offensiv-Fixpunkt Michael Gregoritsch trotz Adduktorenproblemen auflief, in Führung gehen können. Alfred Finnbogason nutzte eine Unstimmigkeit zwischen Kehrer und Keeper Ralf Fährmann im Sechzehner der Schalker. Der Isländer schoss aus spitzem Winkel, der Ball rollte auf der Torlinie entlang, prallte aber an den Innenpfosten.



Noch vor der Pause bekamen die Fans in einem kuriosen Spiel drei Treffer nach Standards zu sehen. Nach einem Freistoß von Daniel Caligiuri konnten die Augsburger im eigenen Strafraum nicht klären. Guido Burgstaller legte auf Kehrer vor, der das Schalker 1:0 markierte. Nur vier Minuten später schlug der FCA zurück. Nach einem Foul von Benjamin Stambouli an Marco Richter führten die Augsburger den Freistoß schnell aus, Max glich mit einem wuchtigen Schuss aus.

Zuschauer bekommen viel geboten

Kurz darauf hätten die Gäste erhöhen können. Yevhen Konoplyanka (32.) traf aus spitzem Winkel aber nur den Pfosten, sein Teamkollege Franco di Santo war im Nachsetzen zu überrascht. Im 350. Bundesligaspiel von Abwehrchef Naldo legten die Schalker dennoch das 2:1 noch vor der Pause vor. Eine Ecke von Caligiuri verarbeitete Kehrer mit dem Kopf, Finnbogason war noch leicht am Ball.

Sowohl die Augsburger, die sich von ihren Fans gebührend verabschieden wollten, als auch Schalke ließen auch nach der Pause nicht nach. Leon Goretzka (53.) und Konoplyanka prüften Hitz, der Schweizer war aber auf dem Posten. Auf der Gegenseite wurde das vermeintliche 2:2 von Marco Richter (56.) wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen.

Tedesco wird belohnt

Die tapferen Fuggerstädter drückten indes weiter, die Schalker blieben bei Kontern jedoch gefährlich. Auch in den letzten Sekunden der Partie gestikulierte der erst 32 Jahre alte Tedesco noch teils wild am Spielfeldrand. Sein Einsatz wurde belohnt, der frühere Auer Coach führte die Königsblauen sogar zur Vizemeisterschaft.

Von dpa