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Gesperrter Max Meyer fehlt Schalke

Wer den Nationalspieler gegen Hoffenheim vertreten könnte

GELSENKIRCHEN Schalkes Max Meyer wird die Partie gegen 1898 Hoffenheim am Samstag (18.30 Uhr/Sky) aufgrund einer Gelbsperre verpassen. Das wird sich aufs Schalker Spiel auswirken. Zumal Vertreter Nabil Bentaleb mit seiner Form kämpft. Oder zaubert Trainer Domenico Tedesco eine weitere Alternative aus dem Hut?

Wer den Nationalspieler gegen Hoffenheim vertreten könnte

Schiedsrichter Tobias Stieler zeigt Max Meyer in München die Gelbe Karte – jetzt ist der Schalker Mittelfeldspieler gesperrt. Offen ist, wer Meyers Platz gegen Hoffenheim übernimmt. Foto: imago

Als Max Meyer nach 59 Minuten in der Münchener Arena zur Seitenlinie ging, um sich auswechseln zu lassen, stand ihm die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Meyer war sauer, und zwar in zweierlei Hinsicht. Einmal ärgerte sich der Mittelfeldspieler, weil Schalke zu diesem Zeitpunkt zwar ordentlich spielte, aber mit 1:2 beim Rekordmeister zurücklag. Aber noch wütender machte Meyer seine Gelbe Karte, die er in der ersten Halbzeit gesehen hatte.

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Die war seiner Meinung nach unberechtigt. Mit dieser Bewertung stand er nicht allein. Auch viele Beobachter des Spiels werteten seinen Einsatz gegen Bayern-Stürmer Franck Ribéry als im Rahmen des Erlaubten. Doch Schiedsrichter Tobias Stieler entschied anders. Weil es Meyers fünfte Gelbe Karte war, fehlt der Mittelfeldspieler ausgerechnet im wichtigen Heimspiel am Samstag gegen 1899 Hoffenheim.

McKennie noch nicht so weit

Wer kann die Rolle als Sechser nun im Schalker Mittelfeld am besten ausfüllen? Der junge Weston McKennie steht wegen seiner Knieverletzung noch nicht zur Verfügung. Er liegt zwar gut im Zeitplan, aber die Rückkehr ins Mannschaftstraining wird noch etwas dauern. Meyers „logischer“ Vertreter wäre Nabil Bentaleb. Doch der Algerier pendelt in der Rückrunde bisher zwischen der Ersatzbank und der Tribüne.

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Auch bei den Bayern stand der 23-Jährige nicht einmal im Kader der Königsblauen. Stattdessen gehörte unter anderem Stürmer Cedric Teuchert zum Aufgebot, der vor wenigen Wochen noch in der zweiten Liga für den 1. FC Nürnberg kickte. Solche Personalentscheidungen von Trainer Domenico Tedesco werden Bentaleb zu denken geben. Er gilt im Mannschaftskreis als wenig selbstkritisch. Zudem ist es ein offenes Geheimnis, dass Tedesco mit den Trainingsleistungen von Bentaleb in den vergangenen Wochen oft nicht zufrieden war.

Bentaleb zwischen Genie und Wahnsinn

Unter Tedesco-Vorgänger Markus Weinzierl war der Mittelfeldmann noch gesetzt, absolvierte in der vergangenen Saison 32 Bundesligaspiele, kam auf fünf Tore und vier Assists. Doch nach seiner Schambeinentzündung, die Bentaleb mehrere Monate außer Gefecht setzte, ist der 23-Jährige offenbar weiter von einem Stammplatz entfernt als er selbst wahrhaben will.

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Genie und Wahnsinn liegen bei ihm eng zusammen. Manche Pässe von Bentaleb sind sehr sehenswert, doch bei der nächsten Aktion leistet er sich einen schlimmen Ballverlust, der die eigene Mannschaft in Verlegenheit stürzt. Sollte Tedesco auch gegen Hoffenheim nicht auf Bentaleb bauen, wird sich dieser wohl noch mehr Gedanken darüber machen, ob er eine sportliche Zukunft auf Schalke hat.

Und Kehrer oder Stambouli?

Thilo Kehrer oder Benjamin Stambouli wären ebenfalls in der Lage, im defensiven Mittelfeld zu spielen. Dann müsste Tedesco jedoch seine eingespielte Abwehr verändern, wo der zuletzt gesperrte Matija Nastasic wieder zur Verfügung steht. Wie auch immer die Entscheidung von Tedesco ausfällt – Meyers Sperre wird sich auf das Schalker Spiel auswirken.

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