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Interview mit Tom MacGregor

111 Gründe, den VfL Bochum zu lieben

BOCHUM Seit wenigen Tagen ist ein neues Buch über den VfL erhältlich: "111 Gründe, den VfL Bochum zu lieben" heißt es und wurde geschrieben von Tom MacGregor. Der 43-jährige Gesamtschullehrer und Alt-Ultra erzählt im Interview, wie er Fan geworden ist, wo die Unterschiede zu Schalke und Dortmund liegen.

111 Gründe, den VfL Bochum zu lieben

288 starke Seiten über die Liebe zum VfL Bochum: Autor Tom MacGregor.

Es gab keinen speziellen Moment für mich, das entwickelte sich. Mit sieben oder acht Jahren begann das Interesse, 1982 war ich das erste Mal im Stadion, dann wurde es immer regelmäßiger und intensiver. Schließlich gründeten wir unsere Gruppe „Commando Bochum“.

Wir waren Anfang der Neunziger der Übergang zwischen normalen Fanklubs und einer Ultra-Szene, die sich allmählich entwickelte. Die "Fantastic Supporters" gründeten sich 1995. UB99, die gerade ihr 15-jähriges Bestehen feiern, kamen sechs Jahre nach uns. Wir haben damals für vieles gesorgt: Choreos, Gesänge, Auswärtsbusse, Banner oder Plakate mit deutlichen Botschaften, zum Beispiel "Schießt dem Lorant das Pelztier vom Kopf!"   

Es ist die Verbindung zwischen Heimat, Stadt und Verein, dazu die Underdog-Mentalität und Erlebnisse wie zum Beispiel gemeinsame Auswärtsfahrten, die den Vfl besonders machen. Alle Gründe für den VfL ergeben zusammen quasi den einen Grund, den VfL zu lieben.

Beim Fußball im Allgemeinen und beim VfL im Speziellen lernt man es, seinen Standpunkt, seinen Status zu vertreten und zu verteidigen. Das ist als Bochumer schwerer. Mich macht es stolz Bochumer zu sein, was nicht heißt, dass ich nicht auch guten, erfolgreichen Fußball sehen möchte.

 Auch Dortmund hat seinen Ursprung und ist ein Traditionsverein. Die langjährigen Fans ticken in der Regel wie wir Bochumer. Die neuen Fans, die, die den Erfolg nur genießen wollen, die sind anders als wir. Dass diese Entwicklung so voranschreitet – mehr Modefans, weniger Stimmungsmacher – ist eine Entwicklung, die mir absolut nicht gefällt.  

 Der VfL bleibt – auch dem Misserfolg geschuldet – tatsächlich etwas ursprünglicher; auch, weil er weniger Geld hat. Hier beim VfL gibt es lokales Bier, eine persönliche Fanbetreuung und insgesamt etwas weniger Kommerz. Hier komme ich auch für einen geringen Preis noch ins Stadion.  

Das ist tatsächlich ein Problem; ich wüsste nicht, wen ich aus der aktuellen Mannschaft nennen sollte. Christoph Kramer, ein wahnsinnig authentischer Typ, hatte das Zeug dazu. Vielleicht auch ein Leon Goretzka, aber er ist einer von vielen, die dann wechseln und gar nicht erst in diese Rolle hineinwachsen können.  

 Eigentlich bin ich zufrieden mit dem Ist-Zustand. Der Verein gibt sich fannah, ich fühle mich gut aufgehoben. Ich würde den Weg, den der Verein mit Fangremium oder Mitgliederforum eingeschlagen hat, konsequent weitergehen. Ansonsten würde ich mein Buch in den Fanshop stellen (lacht). Der Verein sollte das schließlich nutzen, dass Fans wie Goosen, Redelings und Co. solch tolle Werke veröffentlichen und damit auch Werbung für den VfL machen.

 Der Osten hat einen Top-Verein absolut verdient – nur eben nicht diesen. Darüber hinaus ist Leipzig eine schöne, interessante Stadt. Auch das Stadion ist erstligareif. Ich würde es gerne besuchen, aber das Auswärtsspiel gegen RB boykottiere ich. Die Ultras haben selbiges ja auch angekündigt.   

Sitzen oder Stehen? Sitzen – und zwar in Block A 

 Fahnen. Ich mag Pyro, weiß aber als Chemielehrer um die Gefahren. Wenn Pyro, dann kontrolliert. 

Pokalsieg oder Aufstieg? (nach kurzem Zögern) … Aufstieg!

Lameck oder Luthe? Lameck. Definitiv.

Lieber in Dortmund

 (er will wohl beides nennen, aber) … Bier! 

Das Buch:








Zur Person: 

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