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"Noch effektiver werden"

BOCHUM Das erste Pflichtspiel dieser Saison verpasste Christoph Dabrowski wegen einer Sperrstrafe, beim zweiten am Samstag in Karlsruhe möchte der Mittelfeldspieler in der Anfangsformation des VfL Bochum stehen. Darüber und über die Aussichten für die neue Saison sprachen die Ruhr Nachrichten mit dem 30-Jährigen.

"Noch effektiver werden"

Christoph Dabrowski (links) ist für Karlsruhe gesetzt.

Wie anstrengend waren die 120 Minuten plus Zugabe auf der Tribüne in Münster?

Christoph Dabrowski: Das war nervlich schon ziemlich anstrengend, wenn man da sitzt und der Mannschaft nicht helfen kann.

Lässt das Pokalspiel in Münster denn Rückschlüsse zu auf den Liga-Start des VfL?

Christoph Dabrowski: Es ist schwierig, daraus Rückschlüsse zu ziehen. Es war eben ein typisches Pokalspiel, in dem der Kleine über sich hinauswächst und dem Großen ein paar Probleme bereitet. Das kommt immer wieder vor. Das Spiel hat immerhin gezeigt, dass wir über 120 Minuten marschieren können. Wir haben also in der Vorbereitung vernünftige Grundlagen geschaffen.

Ein Ansatzpunkt dürfte zumindest die Chancenauswertung sein, die auf jeden Fall zu verbessern ist.

Christoph Dabrowski: Es hat uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet, dass wir unsere Möglichkeiten konsequent genutzt haben. Unsere Effektivität beim Ausnutzen der Chancen müssen wir noch steigern. Daran müssen wir auf jeden Fall arbeiten.

Mit Ihrer eigenen Effektivität sah es in der vergangenen Saison schon gut aus. Sie haben fünf Tore erzielt, so viele, wie noch nie in Ihrer Karriere, und in der Vorbereitung auch schon wieder den einen oder anderen Treffer gesetzt.

Christoph Dabrowski: Für mich hat es nicht oberste Priorität, dass ich jetzt noch mehr Tore schieße. Wichtig ist, dass die Mannschaft erfolgreich ist. Außerdem will ich nicht irgendwelche Prognosen abgeben und mich unter Druck setzen nach dem Motto 'Ich will jetzt mindestens zehn Tore machen'. Jeder in der Mannschaft sollte Torgefahr ausstrahlen und daran arbeiten. Ich muss die Tore nicht selber schießen, ich kann mich auch über die Treffer meiner Mannschaftskollegen freuen. Obwohl ich zugeben muss, dass man den Torjubel intensiver auskostet, wenn man selbst getroffen hat.

Schaut man in diverse Vorschau-Berichte auf die neue Saison, wird schnell klar, dass die sogenannten Experten dem VfL Bochum wieder nicht viel zutrauen.

Christoph Dabrowski: Es würde mir auch besser gefallen, wenn man uns mal als UEFA-Cup-Kandidaten handeln würde. Andererseits sollte uns das wirklich nicht belasten. Wir haben eine gute Saison 2007/08 gespielt und wir haben mit unseren Neuzugängen unsere Qualität im Kader weiter verbessert. Deshalb wäre es schön, wenn wir am Ende der Saison die Kritiker eines Besseren belehren könnten. Entscheidend ist nicht, was einige Medien von uns denken. Entscheidend ist, welche Perspektiven und Ziele von der Mannschaft verfolgt werden und wie in der Mannschaft darüber gesprochen wird.

Sie gehen jetzt in Ihre dritte Saison beim VfL Bochum. Wie sehen Sie hier mittlerweile Ihren Status?

Christoph Dabrowski: Ich bin jetzt 30 Jahre und spiele seit zwei Jahren in Bochum. Ich habe regelmäßig gespielt und bin keiner, der Verantwortung ablehnt. Mitunter nennt man mich deshalb auch Führungsspieler. Ich versuche schon, mit gutem Beispiel voranzugehen, auch wenn das nicht immer gelingt. Ich brauche allerdings keine Titel wie 'Führungsspieler'. Es ist mein eigener Anspruch, immer vorne dabei zu sein.

Das Auftaktprogramm sieht mit Karlsruhe und Bielefeld zwei Teams vor, die mit dem VfL auf einer Stufe stehen, und mit Wolfsburg und Schalke zwei Vereine, die wesentlich höhere Ziele anstreben. Was ist für den VfL machbar?

Christoph Dabrowski: In der vergangenen Saison war unser Auftaktprogramm schwieriger, aber wir sind gut aus den Startlöchern gekommen. Ich glaube, dass wir alles getan haben, um vernünftig vorbereitet zu sein und konkurrenzfähig in die Saison gehen zu können. Dass wir in der Vorbereitung kein Spiel gewonnen haben, sollte man nicht überbewerten. Ich habe in anderen Vereinen schon super Vorbereitungen erlebt, und zum Saisonstart war dann alles verpufft.

Abschließende Frage: Ihr Vertrag läuft am Saisonende aus. Wann gibt es Gespräche über eine Verlängerung?

Christoph Dabrowski: Jetzt sollten wir erst einmal in die Saison starten und dann muss ja auch meine Leistung weiterhin stimmen. Ich bin auf jeden Fall zufrieden in Bochum und werde hier immer wieder bestätigt, dass mein Wechsel zum VfL die richtige Entscheidung war. Ich hoffe, dass wir uns in der Liga noch weiter steigern können und uns noch bessere Perspektiven erarbeiten. Ich kann mir auf jeden Fall eine Forsetzung meiner Karriere beim VfL gut vorstellen.

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