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DFB-Pokal

VfL Bochum geht gegen Schwarzmarkthändler vor

BOCHUM Nachdem der Kartenvorverkauf für das Pokal-Spiel des VfL Bochum gegen den FC Bayern am Montag für viel Unmut unter den Fans gesorgt hat, will der Klub nun mit aller Härte gegen Schwarzmarkthändler vorgehen und kündigt Testkäufe und Strafen an. Zudem ist nun geklärt, ob es noch Karten für den freien Verkauf gibt.

VfL Bochum geht gegen Schwarzmarkthändler vor

Die Fans des VfL Bochum blicken mit Vorfreude auf den DFB-Pokal-Knaller gegen die Bayern. Der Vorverkauf hat einige jedoch Nerven gekostet.

Was war aus Sicht der Fans am Montag so ärgerlich? Da waren zum einen die langen Schlangen vor dem VfL-Fanshop am Ruhrstadion, die zwischenzeitlich bis an die Castroper Straße reichten. Bei Facebook schrieben vereinzelte User, dass sie bis zu elf (!) Stunden angestanden hätten, um an Karten zu kommen. Zum anderen beklagten sich einige Dauerkarteninhaber mit Vorkaufsrecht darüber, dass es am Ticketshop in der Bochumer Innenstadt keine Möglichkeit für sie gab, an Karten zu kommen. Bei rund 50 Fans, die sich online Tickets gesichert hatten, folgten kurze Zeit später Stornierungen von Seiten des VfL, der den Betroffenen dann andere als die ursprünglich gebuchten Tickets zuwies.

VfL Bochum erwartet Pokal-Fest

Ein Los mit Pep: Die Bayern kommen

BOCHUM Die Reise nach München hatte sich für die rund 2.000 VfL-Fans gelohnt: Ausgelassen feierten sie nach Spielschluss in der Allianz-Arena den verdienten Viertelfinaleinzug - nach einem souveränen 2:0-Sieg gegen 1860. Nur eine Stunde nach Spielschluss stellte sich dann allerdings heraus, dass die Münchener Fußballklubs im Pokal noch längst nicht komplett besiegt sind. Denn der VfL erwischte das denkbar schwerste, aber auch attraktivste Los.mehr...

 

Warum waren die Wartezeiten am Stadion so lang? Das lag insbesondere daran, dass Dauerkarteninhaber und Mitglieder, die erst seit Kurzem im Verein sind, ausschließlich hier an Karten kommen konnten. Mal abgesehen vom Onlineshop. Wie Aaron Reineke aus der VfL-Presseabteilung am Dienstag mitteilte, seien im Stadioncenter fast durchgehend vier Kassen besetzt gewesen. Der Onlineshop sei nach kurzer Überlastung am Vormittag wieder verfügbar gewesen und in der Innenstadt habe es zwei Verkaufsschalter gegeben.

Um dem gewaltigen Ansturm gerecht zu werden, verlängerte der VfL die Öffnungszeit des Fanshops am Stadion, der eigentlich um 18 Uhr schließt, spontan auf 22.30 Uhr. "Dass es so lange gedauert hat, war sicherlich auch der Mitglieder-Kampagne geschuldet", so Reineke. In den vergangenen Wochen hatte der VfL offensiv um neue Mitglieder geworben, sie mit niedrigeren Jahresbeiträgen und einem Vorkaufsrecht für das Pokalspiel gegen Bayern gelockt. Beim nächsten Mal, so Reineke, würde der Verein "sicherlich am Verkaufsprozess etwas ändern".

BERLIN Im Pokal-Viertelfinale sind noch zwei Zweitligisten vertreten. Der VfL Bochum folgte dem 1. FC Heidenheim in die Runde der letzten Acht. Beide Teams wurden mit attraktiven Heimspielen belohnt. Die Heidenheimer empfangen im Februar die Hertha. Bochum darf gegen den FC Bayern spielen.mehr...

 

Wieso standen Dauerkarteninhaber umsonst vor der Verkaufsstelle in der Innenstadt? Der VfL hatte einige Tage vor dem Start des Kartenverkaufs die Antworten auf die wichtigsten Fragen auf seiner Homepage veröffentlicht. Dort stand am Ende geschrieben, dass Dauerkarteninhaber nur den Onlineshop oder den Fanshop am Stadion nutzen können. Weiter oben stand bei der Aufzählung aller Vorverkaufsstellen an diesem Tag allerdings zusätzlich der Shop in der Innenstadt. Hierauf beriefen sich einige Fans fälschlicherweise und standen als Dauerkarteninhaber am Verkaufsstand in der Bochumer City, obwohl dort wie vom VfL angekündigt nur bestehende Vereinsmitglieder zum Zug kamen. Das führte bei Facebook zu einigen Unmutsbekundungen.

 

Wie kam es zu den Fehlbuchungen im Onlineshop? "Unser Online-Shop ist auf solch einen Andrang normalerweise nicht vorbereitet", so Aaron Reineke. "Im Vorfeld haben wir die Ressourcen angepasst, was für den Ansturm um 10 Uhr leider trotzdem nicht gereicht hat. Im Zuge dessen, ist es bei ca. 50 Kunden zu Problemen gekommen. Wir haben all diesen Kunden Ersatzkarten sowie eine kleine Entschädigung angeboten. Jeder der Kunden kann das Spiel also gucken."

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Obwohl der VfL Bochum seine Kooperation mit dem Online-Tickethändler Viagogo bereits 2014 beendete, gibt es dort Tickets für das Spiel gegen die Bayern zu kaufen. So kostet eine Stehplatzkarte in Block P bis zu 497 Euro. Wie gelangen die Karten dorthin? "Wir haben derzeit keinerlei Kooperation mit Viagogo. Ob die Karten tatsächlich verfügbar sind oder ob es sich um Scheinangebote handelt, ist uns nicht bekannt", erklärt Reineke. "Wir werden unsere Fans ermutigen, Karten, die über den Schwarzmarkt gekauft worden sind, im Anschluss an das Spiel anonym an uns weiterzuleiten. Da die Karten personalisiert verkauft werden, können wir hoffentlich im Anschluss an das Spiel weitere Erkenntnisse erzielen, aus welchen Quellen solche Karten stammen."

Der VfL wies am Dienstagabend darauf hin, dass er notfalls zu Sanktionen greift, sollte ein Vereins- oder Fanclubmitglied beim Schwarzmarkthandel erwischt werden. So droht den Händlern der Ausschluss aus dem VfL oder einem offiziellen Fanclub. Der Verein will gegebenenfalls selbst Testkäufe durchführen. "Leider müssen wir feststellen, dass auch diesmal von einigen wenigen Vereinsmitgliedern oder Dauerkarteninhabern das Vorkaufsrecht dazu ausgenutzt wird, Tickets zu stark erhöhten Preisen auf dem Ticketschwarzmarkt zu veräußern", heißt es in einer Mitteilung.

 

Gibt es überhaupt noch Karten im freien Verkauf? Die Chance darauf tendiert gegen Null. Bis Dienstagabend gab es noch einige wenige Restkarten für die Ostkurve, die aber am Mittwoch für Mitglieder und Dauerkarteninhaber reserviert sind. Der Vorverkauf am Dienstag, bei dem noch knapp 4000 Karten über die Ladentheke gegangen sind, sei deutlich entspannter abgelaufen als noch am Vortag, so der VfL. Am Donnerstag sind noch 400 Stehplatz-Karten für Fanclubmitglieder zurückgelegt. Dass ein freier Verkauf zustande kommt, gilt daher als nahezu ausgeschlossen.

 

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