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Eine Schule, ein Take

300 Schüler nahmen ersten Bochumer "Lipdub" auf

BOCHUM Die wilde Kamerafahrt durch die Schule beginnt an der Eingangstür. Schüler klopfen an, reißen die Tür auf und laden den Zuschauer ein, die Liselotte-Rauner-Schule zu betreten. Zig Schüler rufen „Hey“ während der Song „Little Talks“ von der Band „Of Monsters and Men“ ertönt. Der Anfang eines viereinhalbminütigen Videos, gedreht an einem Stück - ein "Lipdub".

300 Schüler nahmen ersten Bochumer "Lipdub" auf

Nur eine Auswahl der Stars des ersten Bochumer »Lip dub«, einem Video, das in einer einzigen Aufnahme am Stück gedreht wurde und einen Einblick in die Liselotte Rauner Schule gibt. Bei der Präsentation waren auch der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel und die Ratsfrau Ingrid Borchert zu Gast.

„Als wir hierhin kamen, hatten wir ein gutes Gefühl. Hier gibt es Zusammenhalt, hier könnte es klappen“, sagt Karin Hielscher des Bochumer Medienkunstvereins Ponte Courage. Im August trat der Verein an die Hauptschule heran. Die Idee: Zusammen mit Schülern und Lehrern sollte ein „Lipdub“ entstehen.

Dabei handelt es sich um ein Video, das in einem „Take“, also in einem Stück gedreht wird. Dazu wird ein Song gespielt, den möglichst viele Beteiligte lippensynchron mitsingen, während die Kamera von einem zum nächsten schwingt und immer weiter fährt. Daneben sind viele andere Menschen mit Aktionen im Bild. Eine große Herausforderung für die gesamte Schule: In gerade einmal sechs Wochen mussten Lehrer und Schüler sich Ideen überlegen, das Lied auswendig lernen und die Choreografie für die einzelnen Stationen einstudieren. Die Aufnahme selbst, an der insgesamt knapp 300 Schüler beteiligt waren, entstand dann an einem Tag. Die Kamera fährt in dem Clip durch einen großen Teil der Schule: durch die Aula und Klassenzimmer, Treppen rauf und durch die Flure. Geführt wird der Zuschauer dabei von zig Schülern, die abwechselnd im Bild sind und das Lied mitsingen, während ihre Mitschüler Schilder hochhalten, in Gruppen Diabolos balancieren, Gitarre spielen, Konfetti werfen, eine Laola-Welle machen und sogar eine kleine Menschenpyramide bilden. Nichts wurde geschnitten, jeder musste seinen Einsatz treffen.

Bei der Präsentation am Montag waren dann nicht nur die Schüler von dem Ergebnis begeistert und konnten sich mit tobendem Applaus kaum zurückhalten. Auch Schulleiterin Ute Herbstreit ist von dem Projekt, das die Teamfähigkeit der Schüler fördern sollte, überzeugt. „Ich finde das Ergebnis klasse“, sagt sie. Es sei ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem die Schüler lernten, aufeinander einzugehen und sich in einer Gruppe anzupassen. Die Präsentation wollte sich auch der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel nicht entgehen lassen. Er war selbst einst Schüler an der Hauptschule. „Ihr müsst an euch selbst glauben, dann glauben auch andere an euch“, motivierte er die Jungen und Mädchen. Und das tun sie. Durchweg positiv war die Resonanz von den Schülern, die nicht nur Spaß hatten, sondern sich auch untereinander besser kennenlernten. Auch wenn es beim Projekt etwas hektisch war, ihrer Meinung nach sollte die Idee auch an anderen Schulen umgesetzt werden.

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