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Fahrradsommer 2012

68 Aussteller präsentieren Neuheiten rund ums Rad

BOCHUM Gestartet ist der Fahrradsommer als "Anhang" zum Tag der offenen Tür der Jahrhunderthalle - innerhalb weniger Jahre hat sich der Schwerpunkt verschoben. Inzwischen ist die Veranstaltung rund ums Rad selbst ein Highlight. Am 17. Juni gibt es vom Lasten- bis zum Elektrofahrrad viel zu sehen und vor allem auszuprobieren.

68 Aussteller präsentieren Neuheiten rund ums Rad

Lasten mit dem Fahrrad zu transportieren ist mit dem neuen "Bullit" kein Problem.

Die Menschen vor der Jahrhunderthalle kommen aus dem Staunen nicht heraus: Was ist das denn? Ein Fahrrad – ja! Aber mit so großen Transportmöglichkeiten? Wer soll das bewegen können? Daniel Backwinkel von der Bochumer Firma Jewo Batterietechnik lässt die Fragen nicht lange im Raum stehen. Er macht es kurzerhand vor. In Sekundenschnelle sind alle Bedenken zerstreut. Zumal es das kultige Lastenfahrrad der dänischen Firma Bullitt auch mit Elektromotor gibt. Dennoch wird es am Sonntag, 17. Juni, nicht allein im Mittelpunkt stehen.

Bei der Auftaktveranstaltung zum sechsten Fahrradsommer der Industriekultur gibt es rund um die Jahrhunderthalle ganz viel anzusehen und vor allem auch auszuprobieren. „2011 waren es 42 Aussteller, für dieses Jahr haben sich bereits 68 angemeldet“, sagt Martin Tönnes vom Regionalverband Ruhr (RVR). Neidlos muss Andreas Kuchajda von der Bochumer Veranstaltungs-GmbH anerkennen, wie sich in wenigen Jahren die Schwerpunkte verschoben haben. Bei der ersten gemeinsamen Veranstaltung stand der Tag der offenen Tür der Jahrhunderthalle im Mittelpunkt. Daran angegliedert war der Auftakt zum Fahrradsommer. In diesem Jahr hat die Veranstaltungs-GmbH schon fast Probleme, für alle Aussteller genügend Platz zu finden. „Die Fläche ist ideal“, findet Martin Tönnes. Die Besucher könnten abseits des Straßenverkehrs die neuesten Entwicklungen ausprobieren. Sie werden es in großer Zahl tun. Obwohl im vergangenen Jahr das Wetter alles andere als optimal war, fanden rund 10 000 Interessierte den Weg zur Jahrhunderthalle. Längst hat sich auch im Ruhrgebiet das Rad als ideales Fortbewegungsmittel für die Freizeit erwiesen.

Jetzt soll der Alltagsverkehr voran getrieben werden. Helfen soll dabei ein 100 Millionen Euro schweres Ausbauprogramm. Erklärtes Ziel ist eine durchgehende Radverbindung im Ruhrgebiet. Antworten auf die noch ausstehenden Fragen soll eine Studie geben, für die in diesen Tagen die Fördermittel erwartet werden. Die Veranstaltungs-GmbH ist in ihren Überlegungen einen Schritt weiter. Sie will bei sich den Einsatz der (Elektro-)Fahrräder deutlich vorantreiben. Wer sich dem Thema Fahrrad erst noch ein wenig nähern will, dem empfiehlt der RVR seine neue Karte mit vier Schnuppertouren durch die Region. Es muss ja nicht gleich mit großem Equipment und Lastenfahrrad sein. Es geht auch mit einem ganz normalen Rad.

Mit einem Familienfest rund um die Jahrhunderthalle eröffnet der Regionalverband Ruhr zusammen mit der Bochumer Veranstaltungs-GmbH am Sonntag, 17. Juni, offiziell den Fahrradsommer. Von 11 bis 17 Uhr gibt es viele Informationen. Dazu besteht die Möglichkeit, neue Entwicklungen selbst auszuprobieren. Damit das für die Kinder nicht zu langweilig wird, haben die Veranstalter ein buntes Programm vorbereitet. Teilnehmen können die Besucher auch an Führungen durch die Jahrhunderthalle.

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