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Ablöse vor der Zeche

BOCHUM Manuel Eberhardt läuft durch Bochum. Morgens zwischen 6 und 7 Uhr. Eigentlich nichts besonderes, wenn man einmal davon absieht, dass der Student aus Chemnitz bereits seit acht Tagen und knapp 3000 Kilometer unterwegs ist.

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Ohne GPS geht nichts.

Schnell abklatschen und weiter geht?s: Dirk Lange (li.) und Alexander Pohle vor der ehemaligen Zeche.

Peking, 8. August 2008. Die Welt schaut der olympischen Eröffnungsfeier zu. Zeitgleich mit der Entzündung der olympischen Flamme machen sich in Chemnitz zwölf Studenten auf, einmal rund um Deutschland zu laufen und Menschen zur Bewegung zu verführen - jeder kann sich ihnen ein Stück anschließen.

Bochum, 16. August. Ivonne Panchyrz überreicht Manuel Eberhardt symbolisch den Staffelstab. Der Student bewältigt Bochum im Alleingang. Elf Kilometer von der Himmelstreppe in Leithe, vorbei an der ehemaligen Zeche Hannover, über die Dorstener Straße nach Grumme und Hiltrop bis Stefan Otto die Route weiter Richtung Dortmund übernimmt.

So viel Natur

Dass er durch Bochum alleine laufen muss, nimmt Eberhardt gelassen und schiebt es auf die Uhrzeit. Der 21-Jährige ist ohnehin mit den Gedanken woanders: "Meine Erwartungen waren asphaltierte und enge Straßen", gibt Manuel Eberhardt zu. "Ich war überrascht wie viele grüne Parks, Flüsse und Natur es im Ruhrgebiet gibt".

Verantwortlich für den guten Eindruck, den das Ruhrgebiet hinterlässt, ist Extremsportler Dirk Lange. Er lief und organisierte letztes Jahr die Generalprobe der Lauf-KulTour und wählte die Route Industriekultur gezielt aus. "Die Route ist wie geschaffen für uns. Die Fahrradwege sind gut ausgebaut und man bekommt noch ein Stück Geschichte geboten", erzählt der 24-Jährige, dessen Projekt mehr als nur ein Rundlauf ist. "Neben Aufmerksamkeit und Spenden für die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V sind wir Teil einer einzigartigen Herzratenvariabilitätsstudie des Institut für Sportwissenschaft der TU Chemnitz", freut sich Lange. Er selbst sucht immer wieder neue Herausforderungen. Parallel zur Lauf-KulTour fährt er mit einem weiteren Team mit dem Fahrrad die Strecke ab.

Abschied

Noch während Dirk Lange berichtet, kommt der Anruf, dass der aktuelle Fahrer in Kürze am Treffpunkt sein wird. Banane, Handy und Geld werden eingepackt, das GPS angebracht, der Helm aufgesetzt. Da biegt Alexander Pohle schon um die Ecke. Im Schatten der ehemaligen Zeche Hannover wird kurz abgeklatscht und die Lauf-KulTour 2008 winkt Bochum zum Abschied.

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