Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Neues Transplantationsgesetz

Ängste mindern Bereitschaft zur Organspende

WITTEN Mit dem neuen Transplantationsgesetz verbindet sich die Hoffnung, dass sich mehr Menschen als bisher nach ihrem Tod als Organspender zur Verfügung stellen. Doch das Thema ist mit vielen Ängsten besetzt.

„Viele Menschen sagen: Für mich würde ich das machen. Aber bei meiner Frau will ich das nicht!“, sagt Dr. Thomas Meister, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Transplantationsbeauftragter, am Evangelischen Krankenhaus. „Der Hauptknackpunkt ist, dass die Leute die latente Sorge haben, ob der Hirntod wirklich der Tod ist“, sagt Dr. Meister. Denn erst mit der Feststellung des Hirntods wird eine Organspende möglich. Zwei Ärzte müssen den Hirntod diagnostizieren. Und dafür gibt es klare Kennzeichen: „Wenn zum Beispiel noch ein Atemantrieb da ist oder ein Reflex, wenn bei einer Reizung der Bindehäute noch ein Blinzeln zu erkennen ist, dann ist der Patient nicht hirntot“, nennt Dr. Meister nur einige der Kriterien.

Unabhängig voneinander müssen die Ärzte den Hirntod feststellen und erst dann kann daran gedacht werden, ob die Organe des Verstorbenen einem anderen todkranken Menschen vielleicht übertragen werden können. Doch bevor dieser Prozess in Gang kommt, gilt es sicherzustellen, dass der Verstorbene die Organspende gewollt hat. Ein Organspenderausweis gilt als ausdrückliche Willenserklärung: „Da können in der Regel auch die Angehörigen nicht gegen angehen“, so Meister. Wenn kein Spenderausweis vorliegt, dann suchen die Ärzte das Gespräch mit den Angehörigen. „Dabei gilt es herauszufinden, wie der mutmaßliche Wille des Verstorbenen war. Wie war sein soziales Verhalten? Wie hat er sich zur Organspende gestellt? Das gilt es einvernehmlich mit den Angehörigen herauszufinden“, so Meister.

Ein schwieriges Gespräch, doch sowohl Dr. Meister wie auch Dr. Krösche, sehen in der Betreuung der Angehörigen in dieser Situation eine ihre wichtigsten Aufgaben. „Es geht auch darum, die Angehörigen aufzuklären.“ Ängste löst zum Beispiel der Umstand aus, dass der Kreislauf des Verstorbenen bei einer Organspende weiter aufrechterhalten wird. Ein eventuelle Patientenverfügung steht dem nach Ansicht von Dr. Meister nicht entgegen: „Die Patientverfügung ist für die Kranken. Mit dem Hirntod ist ein Mensch verstorben.“

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Foto-Aktion

Wir suchen die schönsten Herbstbilder der Region

Dortmund Stimmungsvoller Frühnebel, leuchtende Wälder und strahlende Sonnenstunden - der Herbst in der Region zeigt sich in all seinen Facetten. Und Sie halten die schönsten Augenblicke mit der Kamera fest? Dann schicken Sie uns die Bilder und wir veröffentlichen sie in einer Fotostrecke!mehr...

Spielplatz in Witten

Passanten treffen auf Zwei-Meter-Schlange

WITTEN Eigentlich ist der Spielplatz am Nöcksken in Vormholz ein ziemlich friedlicher, unauffälliger Ort. Ein paar Passanten staunten allerdings nicht schlecht, als sie neben Klettergerüst und Wald plötzlich auf eine zwei Meter lange Boa stießen.mehr...

Siegerzeit 53 Sekunden

Wettbewerb der Spargelschäler

WITTEN Markt-Treiben, blauer Himmel, was will man mehr? Da gibt´s was: Am Samstag wurde auf dem Rathausplatz der stadtbeste Spargelschäler ermittelt.mehr...

Lok Witten

Unglück an der Zugspitze: Veranstalter von Staatsanwaltschaft vernommen

MÜNCHEN/WITTEN Der Tod der beiden Männer bei dem Extrem-Berglauf auf die Zugspitze am Sonntag geht vor allem auf Unterkühlung der Sportler zurück. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag nach der Obduktion mit. Jetzt trauern die Wittener Sportskameraden des verstorbenen Uwe Moldenhauer um ihn. Unterdessen wurde der Veranstalter als Zeuge vernommen.mehr...

Lok Witten

Wittener stirbt bei Extrem-Berglauf auf der Zugspitze

GARMISCH-PARTENKIRCHEN/WITTEN Tödliches Drama auf der Zugspitze: Bei einem Extrem-Berglauf sind am Sonntag zwei Männer ums Leben gekommen, darunter ein 41-jähriger Mann aus Witten. Mit Bestürzung reagierten die Verantwortlichen des Triathlon Team Witten, als sie vom Tod des Vereinsmitglieds Uwe M. erfuhren. Es war der erste Berglauf für den Marathonläufer. Einer seiner Teamkollegen war aufgrund des schlechten Wetters zuvor umgedreht.mehr...

Lok Witten

Männergesangsverein "Deutsche Eiche" hat Nachwuchssorgen

BUCHHOLZ „Wenn ich mal eine Durchhänger habe, geht es mir nach zwei Stunden Probe gleich viel besser“ wirbt Josef Lutz, der zweite Vorsitzende des Männergesangvereins (MGV) „Deutsche Eiche“ 1880 Hammertal, für das Chorsingen.mehr...