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Ärger mit der neuen blauen Tonne

WITTEN Seit Ende Juni wurden im gesamten Stadtgebiet die neuen blauen Tonnen für Papiermüll verteilt, bei den Anwohnern sorgen sie bereits jetzt für Ärger.

Ärger mit der neuen blauen Tonne

Nicht überall beliebt: Die blaue Tonne.

Jedes einzelne Haus bekam in den letzten Wochen eine eigene Papiertonne. So wie Thomas Wollenweber. "Die Tonnen sollten am 22. August das erste Mal geleert werden. Wurden sie aber nicht, und seitdem versperren sie die Straße Kattenjagd in Herbede." Auch der Nutzen einer blauen Tonne entzieht sich seiner Kenntnis. "Wenn ich für Altglas noch immer zum Container gehen muss, wofür brauche ich dann die blaue Tonne?"

Große Akzeptanz

Jochen Kompernaß, Pressesprecher der Stadt Witten, versteht die Aufregung nicht. "Bürger, die die blaue Tonne nicht benötigen, können dies der Entsorgungsfirma AHE oder dem Betriebsamt mitteilen, dann werden die Tonnen umgehend eingesammelt."

Trotz der einzelnen Beschwerden sieht er in der Wittener Bevölkerung eine große Akzeptanz der neuen Tonne. "Es gibt eine flächendeckende Zustimmung von 90 Prozent", sagt er. "Wir zwingen aber niemandem das neue System auf."

Altpapiercontainer werden zum Teil abgezogen

So ist für die nahe Zukunft geplant, einige der großen Altpapiercontainer zu entfernen. "Es wird nicht alles beim Alten bleiben, deswegen sollten sich die Bürger überlegen, ob sie nicht vielleicht doch die blaue Tonne bevorzugen." Genau das befürchtet auch Thomas Wollenweber. "Da werden wir wohl die blaue Tonne behalten müsssen, sonst werden wir das Papier nur schwer los." Nicht pünktlich geleert Warum es bei der AHE zu Verzögerungen kam, konnte uns auf Anfrage auch bei der Service-Hotline niemand sagen. Dort hieß es nur, die Leerungen würden im Moment nachgefahren. Auch Rudolf Klemp aus Rüdinghausen ist erbost. "Es kann nicht sein, dass die neuen Tonnen nicht pünktlich geleert werden. Bei AHE können sie sich vor Anrufen bestimmt nicht mehr retten", vermutet er.

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