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Brunnenbauprojekt in Ghana

100 000 Euro für Wasser

OTTENSTEIN Die Mitglieder des Ghanakreises haben in diesen Tagen allen Grund zum Jubeln. „Jetzt geht es mit Volldampf los“, freut sich Marianne Jessing (Foto). Die Finanzierung für den nächsten Teil des Projekts „Sauberes Wasser für Bulenga-Chaggu“ steht.

100 000 Euro für Wasser

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Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat dem im Februar gestellten Antrag auf Unterstützung Ende Mai stattgegeben. Damit haben die Ghana-Aktivisten den bis jetzt größten Hilfseinsatz in ihrer Geschichte vor sich: Fast 100 000 Euro investiert der Ghanakreis in die Bohrung neuer, mechanischer Brunnen. 24 955 Euro davon sind aus großen und kleinen Spenden, darunter die Sternsingeraktion und eine Spende der ARAG-Versicherung, zusammengekommen. Den Rest sponsert das Ministerium. Alles, damit noch mehr Bewohner der afrikanischen Partnergemeinde Ottensteins ihr Trinkwasser nicht mehr aus sumpfigen Tümpeln schöpfen müssen. „Die Menschen in Ghana haben nur noch auf den Startschuss gewartet“, so Jessing. 46 Bohrungen sind mit dem Geld vorgesehen, 39 davon mit Hilfe des BMZ-Geldes. Die Pfarrei Bulenga-Chaggu umfasst etwa 376 Quadratkilometer und hat über 30 0000 Einwohner. Die bereits installierten Brunnenanlagen reichen bei weitem nicht aus. Noch immer sind Dörfer wie Bolee oder Gbagyir von einer menschenwürdigen Wasserversorgung abgeschnitten.

 Die Verantwortlichen planen, Mitte Juli eine Reise nach Ghana zu unternehmen. Iris Leuker, Ida und Werner Nabbefeld sowie Marianne Jessing wollen sich dann selbst von den Fortschritten überzeugen. „Wir hoffen, dass wir bei einer Brunnenbohrung dabei sein können“, so die zweite Vorsitzende Jessing. Für Oktober ist ein Gegenbesuch des ghanaischen Geistlichen Father John Bosco in Ottenstein geplant. Mit dem Abschluss des Wasserprojekts gibt sich der Ghanakreis längst nicht zufrieden. „Wenn wir die ganze Gegend mit Wasser versorgt haben, werden wir zu neuen Ufern aufbrechen“, gibt sich der Vorsitzende Albert Schmelting zuversichtlich. Ein landwirtschaftliches Musterprojekt schwebt den Ottensteinern vor. Gespräche mit Johannes Röring, neuer Präsident des westfälisch-lippischen Landwirtschaftsverbandes, sind bereits geplant.

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