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33 Jahre die Klaviatur des Rechts gespielt

33 Jahre die Klaviatur des Rechts gespielt

<p>Ein letztes Mal hat Jörg Hiller gestern fürs Foto vor dem Amtsgericht die Robe angezogen. Grothues</p>

Ahaus "In der Rechtsprechung ist es wie in der Musik: Der Anfänger hält sich sklavisch an die Noten auf dem Papier. Aber richtig gut klingt es erst, wenn Sie die Sache beherrschen und improvisieren," sagt Richter Jörg Hiller. Nach über 4000 Urteilen in drei Jahrzehnten wird Hiller heute in einer Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet - und er würde am liebsten Einspruch einlegen. "Ich hätte ja gerne noch weitergemacht", sagt Hiller, den der Landtagspräsident einst "als Richter mit Leib und Seele" bezeichnete. "Ich habe vor allem in den letzten zehn Jahren als Jugendrichter versucht, die Menschen, ihre Schicksale und tragischen Verstrickungen nicht nur mit den Scheuklappen der Paragrafen zu sehen - und zusammen mit dem Jugendamt Hilfestellung für einen Neuanfang zu geben." In dieser Zeit studierte er auch manches erziehungswissenschaftliche Werk, denn als Jurist habe man so etwas ja nicht gelernt. "Ich wollte die Jugendlichen ernst nehmen und ihr Herz erreichen." Natürlich dürfe man dabei nie die Opfer und den Schutz der Allgemeinheit vergessen. Sein Wunsch für die Zukunft des Rechtswesens? "Strafverfahren sind oft nicht ideal. Das Mediatorenkonzept und der Täter-Opfer-Ausgleich müssen vorangebracht werden." Übrigens bekommt Jörg Hiller den Ruhestand nur auf Bewährung: Als Fachanwalt für Strafsachen bleibt er in Borken der Juristerei verbunden - "nicht wegen der Paragrafen, sondern wegen der Menschen." gro

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