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AIW Unternehmer-Frühstück

Alma wächst im Objekt-Bereich

Ahaus Fehlende Gewerbegrundstücke, Fachkräftemangel und Digitalisierung waren Themen des AIW Unternehmer-Frühstücks beim Küchenhersteller Alma. Der setzt auf ein für ihn neues Marktsegment.

Alma wächst im Objekt-Bereich

Alma-Geschäftsführer Frank Eberle (2.v.r.) führte durch die Produktion des Küchenherstellers. Links AIW-Geschäftsführer Andreas Brill.Schlusemann Foto: Bernd Schlusemann

Von Bernd Schlusemann

Rund 50 Gäste hat der Geschäftsführer von Alma-Küchen, Frank Eberle, gestern in seinem Unternehmen an der von-Röntgen-Straße begrüßt. Die Besucher waren allerdings nicht (nur) gekommen, um dem Unternehmer zu seinem 55. Geburtstag zu gratulieren. Bei dem Küchenhersteller fand an diesem Tag das erste Unternehmer-Frühstück des AIW Unternehmensverbandes in Ahaus statt.

Entsprechend übernahm AIW-Geschäftsführer Andreas Brill die Begrüßung der Gäste, darunter die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß. Die stellte Ahaus zunächst in einem kurzen Vortrag als Unternehmensstandort vor.

Kreisweit vorne


Aktuell habe Ahaus 1946 Unternehmen, vor zehn Jahren waren es 1828. „Eine gute Steigerung“, findet die Bürgermeisterin und wies auf 18.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Stadt hin. Das entspricht rechnerisch 47,9 Prozent der Einwohner der Stadt – zehn Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt des Kreises.

Rund 23 Millionen Euro werde die Stadt in diesem Jahr durch die Gewerbesteuer einnehmen, berichtete die Bürgermeisterin. Damit diese positive Entwicklung Bestand habe, sei es für Ahaus wichtig, Gewerbeflächen für Unternehmen bereitzustellen.

Die Bürgermeisterin nahm dann aber kein Blatt vor den Mund und wies darauf hin, dass die Stadt damit einige Probleme hat. Ein 17 Hektar großes Gewerbegebiet sei von einem Normenkontrollverfahren betroffen. „Wir hoffen auf Einigung“, sagte Voß.

„Für Wüllen gibt es keine Gewerbeflächen mehr“. In Ottenstein stehen in einem „Handwerkergebiet“ noch 2000 Quadratmeter zur Verfügung. Dort sei im März außerdem ein Bebauungsplan für ein sieben Hektar großes Gebiet aufgestellt worden. In Wessum und Alstätte habe die Stadt gerade Flächen von Landwirten gekauft, die es nun zu entwickeln gelte. Drei Hektar Fläche stehen laut Bürgermeisterin noch in dem „reinen Industriegebiet“ an der Autobahn 31 zur Verfügung. Jetzt werde der zweite Bauabschnitt angegangen.

Alles aus einer Hand

Bevor Patrick Böckers, Geschäftsführer von Opwoco aus Schöppingen, Einblicke in Entwicklung und Einsatzmöglichkeiten von Apps für Smartphones gab, stellte Gastgeber Frank Eberle den Ahauser Küchenhersteller vor. Erfolgsrezept von Gründer Alois Meyer sei es gewesen, „Herstellung und Handel aus einer Hand“ zu bieten. Ein noch heute erfolgreiches Konzept, auch wenn das Unternehmen sich mittlerweile auch im Objektbereich tummelt und größere Wohnprojekte mit Küchen ausstattet. Zehn Prozent des Umsatzes werden daraus inzwischen generiert.

Der Geschäftsführer berichtete, dass Alma für das nächste Jahr aus diesem Bereich bereits Aufträge mit einem Volumen von rund zwei Millionen Euro vorliegen. Als eine Herausforderung für die Zukunft nannte Frank Eberle den Fachkräftemangel. Alma „investiert in Ausbildung“, berichtete der Unternehmer, dass an der von-Röntgen-Straße elf junge Leute ausgebildet werden.

Digitalisierung, von Planungssystemen bis zur Messtechnik und dessen Integration in die Produktion nannte Frank Eberle als weitere wichtige Bereiche, denen seine besondere Aufmerksamkeit gilt.

Und natürlich das Internet: „98 Prozent unsere Kunden waren vor dem Erstkontakt in einem unserer Studios im Internet“. Hier gelte es, „einen Tick schneller zu sein als die Mitbewerber“. Frank Eberle dazu: „Ein Tag Ruhe heutzutage ist zwei Schritte zurück.“

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