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Ampel entschärft Knoten

Ahaus Wer als Fußgänger den Adenauerring im Bereich Coesfelder Straße überquert, hat sie längst herbeigesehnt, genauso wie links abbiegende Autofahrer: eine Ampelanlage, die die den täglichen Verkehrsstrom von fast 18 000 Autos an diesem Knotenpunkt regelt.

Ampel entschärft Knoten

<p>Bald mit Ampel: Der Blick von der Coesfelder Straße auf den Adenauerring und den Wirtschaftsweg Unterortwick. Ohm</p>

Im Zuge der Sanierung der B 474 soll in den nächsten Monaten eine neue Ampelanlage errichtet werden. Um die Fördermöglichkeiten voll ausschöpfen zu können, hat der Rat der Stadt Ahaus am Donnerstagabend einstimmig beschlossen, die Coesfelder Straße als "innere Hauptverkehrsstraße" einzustufen. Die Coesfelder Straße wird täglich von rund 3600 Autos befahren.

Antrag auf Förderung

Hintergrund des Beschlusses sind die unterschiedlichen Zuständigkeiten für die Kreuzungsstraßen: Die Coesfelder Straße ist eine städtische Straße, der Adenauerring ein Bundesstraße, für die der Landesbetrieb StraßenNRW verantwortlich ist.

Nach den "Kreuzungsrichtlinien zum Bundesfernstraßengesetz" müsste die Stadt Ahaus sich mit knapp 39 000 Euro an den Gesamtkosten für die Ampelanlange in Höhe von 130 000 Euro beteiligen. Allerdings sieht das "Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz" eine finanzielle Entlastungsmöglichkeit vor: Wenn die beteiligte städtische Straße eine verkehrswichtige innerörtliche Straße ist, kann die Kommune weitere Zuwendungen beantragen. Nach dem jetzt erfolgten Ratsbeschluss hofft die Stadt Ahaus, ihren Eigenanteil an den Kosten auf knapp 8000 Euro senken zu können.

Kreisverkehr?

Dieter Homann (UWG) warf die Frage auf, ob der Bau eines Kreisverkehrs als Alternative geprüft worden sei. Ein Kreisverkehr, so der Erste Beigeordnete Hans-Georg Althoff, wäre nicht nur erheblich teurer gewesen. Weil der Wirtschaftsweg Unterortwick nur eine sehr untergeordnete Rolle spiele, hätte der Kreisverkehr nur drei "richtige" Äste gehabt. Althoff: "Die Experten sind der Ansicht, dass die Ampellösung in diesem Fall adäquat und sicher ist." Hubert Kersting (UWG) wies auf die notwendige Abstimmung der Grünphasen mit den anderen Ampeln im weiteren Verlauf des Adenauerrings hin. Althoff: "Das haben wir auf der Agenda". gro

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