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Hilfe für Mosambik

Anne-Frank-Realschüler laufen für Afrika

AHAUS 800 hellblaue T-Shirts, 800 rote Köpfe – so sah am Dienstag das Engagement der Anne-Frank-Schule für Mosambik aus. Kilometer um Kilometer legten die Schüler rund ums Schloss zurück, um von Sponsoren Geld für ein Schulprojekt in dem südostafrikanischen Land zu sammeln.

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Mitorganisatorin Elisabeth Reinermann informierte an einer Fotowand über die bereits geleistete Hilfe in Metarica.

800 Anne-Frank-Realschüler sind am Dienstag für den guten Zwecke gelaufen.

Schwester Adelgundis, Renate Bosch und Schulleiter Rudolf Homann zeigten sich gestern begeistert von der Lauffreudigkeit der Schüler für eine gute Sache.

Und das an einem für die Schule ganz besonderen Jahrestag: Am 12. Juni 1942, auf den Tag genau vor 70 Jahren, hatte Anne Frank, die Namensgeberin der Schule, zu ihrem 13. Geburtstag ein Tagebuch geschenkt bekommen. Heute ist das Tagebuch des ermordeten jüdischen Mädchens eines der wichtigsten Dokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus. Und ein Dokument der Menschlichkeit, aus dem Schulleiter Rudolf Homann zum Start des Sponsorenlaufs zitierte: „Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um damit zu beginnen, die Welt langsam zu ändern. … Niemand ist je vom Geben arm geworden.“

Schwester Adelgundis vom Orden der hl. Magdalena Postel und Renate Bosch als Vertreterin der Bernhard-Bosch-Stiftung staunten nicht schlecht über den Ehrgeiz der Schüler, nachdem der stellvertretende Bürgermeister Rudolf Enning-Harmann das Startzeichen gegeben hatte. Die sportlichsten der Schüler umkreisten das Schloss auf dem 1,4 Kilometer langen Rundkurs mehr als 15 Mal. Dennoch bezweifelte Lehrerin und Mitorganisatorin Elisabeth Reinermann, dass dieses Mal der gleiche Betrag wie bei der Premiere 2007 erlaufen wird. Vor fünf Jahren kam der stolze Betrag von 50 000 Euro zusammen. „Aber damals hatten wir auch noch über 1000 Schüler“, so Reinermann.

Der Betrag, da waren sich alle Beteiligten einig, sei auch gar nicht entscheidend. Viel wichtiger, so Homann, sei die Bereitschaft zu helfen, die gleichzeitig das Wir-Gefühl an der Schule stärke. Mit dem Erlös der Premiere wurde in Metarica ein Wohnheim für Schüler errichtet. Der Erlös des gestrigen Laufs fließt in den Neubau einer Vorschule für 150 Kinder, die dort die portugiesische Landessprache erlernen, um anschließend dem Schulunterricht besser folgen zu können.

Drei Einrichtungen ziehen an einem Strang, um das Schulprojekt in Metarica in Mosambik zu unterstützen. Die Anne-Frank-Realschule, die Bernhard-Bosch-Stiftung und der Orden der heiligen Maria Magdalena Postel. › Schwestern des Ordens der heiligen Maria Magdalena Postel engagieren sich seit 2001 in Metarica für den Schulaufbau. › Über die Generalassistentin des Ordens, Schwester Adelgundis, die viele Jahre Leiterin der Canisiusschule in Ahaus war, fand die Anne-Frank-Realschule den Weg zum Projekt und gewann dabei die Bernhard-Bosch-Stiftung als Partner. › Die Bernhard-Bosch-Stiftung wurde der 1998 in Gronau vom Eigentümer des Modefilialisten Engbers ins Leben gerufen, um benachteiligten Kindern zu helfen.  

 smmp.de

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