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Fohlenschau beim Reitverein

Bühne frei für die Fohlen

AHAUS Die Hufen scharren. Die Pferde wiehern. Sie bereiten sich auf ihren großen Auftritt vor. Die Reitanlage des Reitverein Ottenstein-Hörsterloe lud auch in diesem Jahr wieder zur Stuten- und Fohlenschau. Zum ersten Mal fand diese auf dem der Reitanlage selbst statt.

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Nach dem Lauf wird sich zusammen ausgeruht.

Die Besitzer müssen mit ihren Stuten Schritt halten.

Auch Heini, eigentlich Sir Heinrich genannt, ist in diesem Jahr angetreten. Mit der Nummer zwölf geht er an den Start. Er lässt sich locker führen, wehrt sich nicht - wie einige seiner Mitstreiter - gegen die Führung seines Besitzers an der Seite seiner Mutter. Sportlich und elegant zieht er seine Runden über die Anlage, gar nicht als wäre er erst vor sieben Wochen geboren worden. Wackelig auf den Beinen ist er schon lange nicht mehr.

Scheu schon gar nicht. Seine innere und äußere Aufmachung, wie die Züchter die Haltung und das Verhalten der Tiere bezeichnen, überzeugt: Sir Heinrich bekommt die beste Bewertung in der Kategorie Reitpferdfohlen! "Da ist natürlich immer viel Glück im Spiel, ob ein Fohlen gewinnt oder nicht", sagt Heinis Besitzer Bruno Blome.

Zahlreiche Bewertungen

Die Fohlen werden in sämtlichen Kategorien bewertet: die Stellung der Vorderbeine, das äußerliche Aussehen, der Körperbau. "Das sind alles Dinge, die ich meinem Fohlen nicht antrainieren kann", sagt Blome. Einzig eine gutes Händchen bei der Auswahl der Zuchttiere kann das Verhalten und Aussehen des Fohlens bestimmen. "Ich muss die Schwächen meiner Zuchtstuten im Blick haben, damit sie vom Hengst ausgeglichen werden", betont Blome.

Heini hat gute Gene: Für ihn geht es im August zur Auktion. Das einzige, was er bis dahin noch lernen muss: "Nicht mehr in anderer Leute Jacken zu beißen".

Insgesamt laufen 35 Fohlen auf. Aus dem ganzen Münsterland sind die Züchter angereist. "60 Pferde insgesamt", berichtet Christian Terbrack vom Reitverein Ottensteins-Hörsterloe. Zwischen vier Wochen und fünf Monaten sind die Fohlen alt. Einen Vorteil haben die älteren dabei nicht: "Im Gegenteil", betont Suanne Schmitt-Rimkuss vom Landgestüt Warendorf. "Sie sind dann eher wie Teenager. Das Wachstum kommt an manchen Stellen nicht ganz so schnell hinterher", so das Jurymitglied. Die Körperharmonie könne dann schon mal ins Wanken kommen. "Da kann selbst eine gute Zucht nicht überzeugen, wenn das Wachstum zur falschen Zeit ansetzt", so Schmitt-Rimkuss. Nach den Fohlen konnten später auch die Stuten selbst noch ihr Können zeigen.

Doppelte Sensation

Außer Konkurrenz hingegen: Nicki und Nelly. Ein Team wie Hanni und Nanni. Auf den Tag genau gleich alt. Die eine allerdings ist etwas kleiner, als die andere. "Es sind die einzigen Freibergerfohlen, die in diesem Jahr auf der Schau laufen", erklärt ihr Halter Hermann Schnell. Und dann auch noch Zwilling. Gleich eine doppelte Sensation für die Fohlenschau. "Freiberger sind traditionell Kutschenpferde und kommen ursprünglich aus der Schweiz", so Schnell. "Diese Rasse ist schon eine Ausnahme hier im Münsterland", sagt der Besitzer.

Die Bühne gehört dann eigentlich den beiden Zwillingen, doch die Mutter zieht alle Aufmerksamkeit auf sich. Nicht aus Eifersucht. Sie hört ihre Freundin im Stall wiehern und gibt lauthals Antwort über den ganzen Platz. Ein Schlachtruf für den Auftritt der Sensationszwillinge!



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