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Sanierung des Ahauser Schlosses

Der Putz bröckelt von der Fassade

AHAUS Wenn es von der Hauswand bröckelt, ist es für jeden Hausbesitzer Zeit, etwas Geld in die Hand zu nehmen. Das galt auch für den Kreis Borken, der im vergangenen Jahr für eine Frischzellenkur für das Ahauser Schloss rund 2,2 Millionen Euro in Aussicht stellte. Auch wenn erste Arbeiten bereits erledigt wurden, verschafft man sich aktuell noch einen Überblick.

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Düster sieht es für das Ahauser Schloss nicht unbedingt aus, trotzdem hat die Fassade bereits bessere Tage gesehen. Aktuell wird das komplette Ausmaß der Schäden erfasst, danach stehen umfassende Sanierungsarbeiten an.

Friedrich Wienhausen beim Abklopfen der Fassaden.

Langsam und mit konzentriertem Blick fährt Friedrich Wienhausen in drei Metern Höhe die Fassade des Barockschlosses ab. Für die Fenster, vor denen er hält, interessiert er sich nicht, sie wurden bereits vor einigen Jahren saniert. Der Steinmetz geht stattdessen auf Tuchfühlung zu den Fenstergewänden und klopft vorsichtig den Sandstein ab. Wienhausen ist Teil eines Experten-Teams, das sich zur Zeit einen genauen Eindruck über den Zustand des Schlosses verschafft.

"Das ist Phase 1 von 5", erläutert Benedikt Völker vom Kreis Borken. Das Ziel: "Wir verschaffen uns einen Überblick." So war neben Steinmetz Wienhausen am Mittwoch auch ein Dachdecker vor Ort, der sich Dach und Regenrinne angeguckte. Grundsätzlich heißt überprüfen aber auch anpacken: "Wenn wir etwa lose Sandsteinteile entdecken, die bald abbröckeln könnten, werden die natürlich sofort abgenommen", erklärt Völker. Viele Steine und Verzierungen seien vorsichtshalber entfernt worden.

Frost lässt Stein platzen

Dass es von der Fassade des Bauwerkes so bröckelt, ist vor allem früheren Arbeiten geschuldet: "In den 90er-Jahren hat man die Steine noch hydrophobiert, also gegen Wasser imprägniert", erläutert Völker. "So konnte die Feuchtigkeit von innen nicht raus und hat sich festgesetzt. Bei Frost ist dann alles aufgeplatzt." Das Resultat im Jahr 2015: "Gerade die Wetterseite sieht schlecht aus, die hat ordentlich gelitten."

Wenn die Ergebnisse der Untersuchungen komplett sind, werde ein Experte genau sagen, was für Maßnahmen zu ergreifen sind. "Dann wird das Schloss auch noch mal eingerüstet. Das werden die kostenintensiven Phasen", weiß Völker. Die bisherigen Maßnahmen zur Bestandsaufnahme schlagen mit 500000 Euro zu Buche, 100000 Euro gab es vom Bund als Finanzspritze. "Wir werden uns weiterhin um Fördergelder bewerben", versichert der Mitarbeiter der Kreisverwaltung.

Arbeiten an der Freitreppe

Generell war man trotz Phase 1 allerdings nicht untätig bei den Sanierungsarbeiten. So hat man sich bereits um das Triumph-Tor am Ende der Brücke gekümmert, das schon im Ausschuss vor einem Jahr als dringende Aufgabe bezeichnet hatte. "Das war wichtig", unterstreicht Völker. Genau so wichtig sei die Sanierung der Freitreppe an der Rückseite des Schlosses, die komplett demontiert und später wieder aufgebaut werden muss, weil dort Wasser reingelaufen ist. "Das wollen wir schon im Laufe des Jahres in Angriff nehmen", verrät Benedikt Völker. Er weiß: "Das wird ein richtig großes Stück Arbeit."

 

Rund 2,2 Millionen Euro



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