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Doch BAföG für "China-Semester"

Ahaus/Münster Von Ahaus nach Shanghai: Vor einem Jahr zog eine Studentin der Ostasien-Wissenschaften aus, um im Land des Lächelns ihr Chinesisch zu verbessern. Das zuständige Studentenwerk weigerte sich jedoch vehement, Auslands-BAföG zu bewilligen. Zu Unrecht, wie das Verwaltungsgericht Münster gestern signalisierte.

Erst seit rund einer Woche ist die junge Frau aus Ahaus wieder in der Heimat. Zum Prozess erschien sie mit ihrer Mutter, die trotz der kompromisslosen Haltung des Studentenwerks nie aufgegeben hatte. Und das war wohl auch gut so. Ein offizielles Urteil ist zwar noch nicht ergangen, doch die zuständige Richterin hat bereits signalisiert, dass ihrer Tochter das Auslands-BAföG nun rückwirkend gezahlt werden muss. Auslöser des Streits war die rechtliche Interpretation des Wortes "Sprachausbildung". Das Studentenwerk hatte sich auf den Standpunkt gestellt, dass Sprachkurse im Ausland nicht gefördert werden - egal ob in Spanien, Frankreich oder China. Nun war es aber so, dass die Ahauser Studentin nicht einfach irgendeine Sprachschule besucht hat, sondern immerhin die Universität von Shanghai. Außerdem hat ihre Heimat-Uni in Köln den Auslandsaufenthalt nicht nur befürwortet, sondern als praktisch unverzichtbare Voraussetzung für das weitere Studium der Ostasien-Wissenschaften eingestuft.

Nach Ansicht des Gerichts sind damit die Voraussetzung für die Bewilligung von Auslands-BAföG eindeutig erfüllt. Die Studentin aus Ahaus nahm die positiven Signale der Richterin mit einem Lächeln hin. Das war ein guter Start nach der Rückkehr ins Münsterland. jh

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