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Am Domhof

Eine einzige Zufahrt soll für Tiefgarage ausreichen

AHAUS Am Domhof in der Ahauser Innenstadt möchte die Stadt die Zufahrt zur Tiefgarage zurückbauen. Das ist gar nicht so einfach und eine Frage des Geldes.

Eine einzige Zufahrt soll für Tiefgarage ausreichen

Die Zufahrt in Richtung Domhof soll zurückgebaut werden. Die Stadt ermittel jetzt, was das kostet. Foto: FOTO: Christian Boedding

Mal eben schnell ein Loch zuschütten, so einfach ist das mit der Tiefgaragenzufahrt am Domhof nicht. Die Verwaltung möchte gerne auf die Zufahrt verzichten und die zugeschüttete Fläche an die Fußgängerzone anbinden (Münsterland Zeitung berichtete). Das machte sie in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung deutlich. Allerdings sind Brandschutzbelange betroffen und es wird in die künstliche Be- und Entlüftung der Tiefgarage eingegriffen.

„Wenn man an einer Stelle etwas macht, muss man die gesamte Anlage prüfen“, erklärte Stadtplaner Walter Fleige. Das kostet Geld, ebenso wie eine mögliche Verlegung der Trafo-Station an der Königstraße. Walter Fleige: „Wir haben eine Kostennote von den Stadtwerken bekommen. Die Anlage erbringt Versorgungsleistungen für die gesamte Innenstadt. Eine Verlegung würde gut 300.000 Euro kosten.“ Die Zufahrt zur Tiefgarage soll verschwinden, weil sie mit ihrer Betonbrüstung und dem Rankgerüst aus Metall „sehr stark den Raum dominiert“, erklärte Walter Fleige. Es sei schwierig, die Zufahrt in das künftige Umfeld zu integrieren. „Der Betonsockel muss mit seiner tragenden Funktion bleiben.“ Geplant ist in unmittelbarer Nachbarschaft der Bau eines Wohn- und Geschäftshauses auf der Fläche der Volksbank Gronau-Ahaus.

Dass die Tiefgarage künftig nur von einer Seite aus angefahren werden kann – von der Einfahrt an der Wallstraße – bereitet der Verwaltung kein Kopfzerbrechen. Walter Fleige: „Eine Zu- und Abfahrt reicht. Damit kommen Parkhäuser in Großstädten auch aus.“ Dass die Zahl der Stellplätze sinkt, wenn die Parkplatzbreite auf heute übliche 2,50 Meter angehoben wird, sei ebenfalls zu verkraften.

Flächentausch



Bei zwei Punkten hakten die Ausschussmitglieder nach. Zum einen ging es um einen vorgesehenen Grundstückstausch. So gibt die Stadt eine öffentliche Fläche zwischen der Tiefgaragenzufahrt und der jetzigen Volksbank ab – im Gegenzug erhält sie im rückwärtigen Teil des Areals eine private Fläche. Walter Fleige: „So können wir die Tiefagaragenzufahrt Richtung Schlosspark begradigen.“ Der Flächentausch laufe größenmäßig auf plus minus null hinaus. „Wir setzen uns damit selbst unter Zugzwang“, erklärte Hubert Kersting (UWG). Denn nur durch den Flächentausch könne der Neubau enger an die noch vorhandene Tiefgaragenzufahrt rücken. Das wiederum trübe ja das Gesamtbild und mache den Rückbau der Zufahrt erforderlich.

Der zweite Punkt betraf die Pläne der Volksbank, eine eigene Tiefgarage mit eigener Zufahrt unter dem Neubau zu errichten. Die Einfahrt soll über den Domhof erfolgen. Der Verwaltung war es nicht gelungen, die Bank zu überzeugen, die private Tiefgarage mit der öffentlichen zu verbinden. Walter Fleige: „Da spielen eigentumsrechtliche Gründe eine Rolle.“ Das private Vorhaben auf dem Volksbank-Gelände solle strikt getrennt werden von der öffentlichen Tiefgarage. „Wir haben das akzeptiert.“ Die Argumentation der Volksbank für eine eigene Tiefgarage könne er nicht nachvollziehen, erklärte Thomas Vortkamp (CDU): „Aber wenn die Zufahrt am Domhof verschwindet, gewinnen wir städtebaulich.“ Hubert Kersting pflichtete bei: „Architektonisch sollten wir uns das nicht vergeben.“ Die Verwaltung wird nun die Kosten für den Rückbau der Tiefgarage ermitteln.

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