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Fanfaren Flammen Feuerwerk soll bleiben

„FFF“ sorgt im Ahauser Rat für angeregte Debatte

Die Ahauser hängen an „FFF“. Das wurde im Rathaus wohl unterschätzt, wie die jüngste Ratssitzung zeigte.

Ahaus

von Ronny von Wangenheim

, 14.06.2018
Fanfaren Flammen Feuerwerk soll bleiben

Über die Zukunft des traditionellen Höhenfeuerwerks zum Abschluss eines jeden Mantelsonntags gab es im Rat eine angeregte Debatte. © KIPPIC

Dass es Fanfaren Flammen Feuerwerk vielleicht nicht mehr geben wird, hat in der Ratssitzung am Dienstag für eine große Diskussion gesorgt. Bürgermeisterin Karola Voß sagte am Ende: „Es war mir nicht klar, dass es solche Wellen schlägt.“ Ratsmitglieder quer durch die Fraktionen hatten sich für die Traditionsveranstaltung ausgesprochen. Ein, um im Bild zu bleiben, flammender Appell, kam von Hanne Lange (UWG): „Ich bin mit Fanfaren Flammen Feuerwerk groß geworden. Ich will, dass mein Sohn auch damit groß wird.“

Wie es weiter geht, ist aber weiter unklar. Karola Voß sagte lediglich zu, die Argumente in die nächste Sitzung des Gesellschafterausschusses zu nehmen. Angedacht ist bisher bei Ahaus Marketing und Touristik (AMT), das Feuerwerk vom Mantelsonntag zu lösen. Beigeordneter Werner Leuker erläuterte: „FFF ist eine Traditionsveranstaltung. Aber in 67 Jahren haben sich Stadt, Gesellschaft, Veranstaltungen und die Erwartungen der Menschen geändert.“

Hintergrund der angedachten Veränderung seien die hohen Kosten, vor allem auch für das Begleitprogramm, das den Abend vom Ende des verkaufsoffenen Mantelsonntags bis zum Beginn des Feuerwerks überbrückt. Karola Voß sprach von einem niedrigen fünfstelligen Betrag. Inzwischen gebe es viele andere Veranstaltungen, so Werner Leuker weiter, das Gesamtbudget aber sei begrenzt. Ein weiteres Argument: Das Publikum am Tag und am Abend sei nicht das gleiche.

Geld für Feuerwerk ist da

Karola Voß betonte: „Es kann das Feuerwerk geben. Es ist Geld dafür eingeplant.“ Das gelte allerdings nicht für das Brückenprogramm. Man müsse überlegen, wann das Feuerwerk am sinnvollsten sei. Für die Politiker ist das ganz klar der Mantelsonntag.

Ansgar Reimering begründete für die CDU deren Antrag, in dem umfassende Information und Diskussion im Fachausschuss gefordert wurde: „Die Gesamtveranstaltung FFF ist ein Erfolg. Nur das Feuerwerk zu verlegen, ist nicht dasselbe.“

Gastronomen einbeziehen

Dietmar Eisele (Die Grünen) hat noch nie erlebt, dass die Veranstaltung nicht begeistert aufgenommen wurde: „AMT soll lieber über neue Verknüpfungen von Mantelsonntag und FFF nachdenken.“ Andreas Dönnebrink (SPD) hatte schon eine Idee: „Der Mantelsonntag könnte von 16 bis 20 Uhr stattfinden.“ Reinhard Horst (FDP) sieht die Herausforderung, die Zeit zwischen beiden Ereignissen zu überbrücken: „Das könnten doch die Gastronomen als Chance nutzen. Sie sollte man ansprechen, ein tolles Programm zu machen.“

Scharfe Kritik gab es auch von verschiedenen Seiten an der mangelnden Information. Bürgermeisterin Karola Voß sagte zu, die Politiker direkt nach der Sitzung des Gesellschafterausschusses am 21. Juni zu informieren. Das Thema bei der nächsten Sitzung des zuständigen Fachausschusses im Herbst zu diskutieren, wie von der CDU gefordert, käme zu spät. Der nächste Mantelsonntag ist am 7. Oktober.

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