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Feiern bis zum Abwinken

Ahaus Tanzende Lichtreflexe auf dem Funkturm am Bahnhof kündeten weithin sichtbar von der vielfältigen tanzbaren Musik in den Ahauser Gaststätten. Zum 13. Mal lockte das Kneipenfestival "Grünewald Livehaftig" für zwei beschwingte Abende in diesmal 13 Lokale.

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Keine 0815-Covers im Logo mit "Copyright".

Hatten ihre Fans wie immer im Griff: die mitreißenden "Weekenders" in der Muse. MLZ-Fotos (9) Meisel-Kemper

Keiner machte sich über die Häufung angeblicher Unglückszahlen Gedanken. Die Ballung qualitätsvoller und sehr unterschiedlicher Live-Musik verdrängte jegliche abergläubische Gedanken.

Im Jugend- und Kulturcafé "Logo" gastierte am Samstag die Band "Copyright". Getanzt wurde bei "Copyright" weniger, dafür konnte geträumt werden vom Feeling der 60er bis 80er Jahre. Ob in der gemütlichen Sitzgruppe oder am Stehtisch - die Art des Musikgenusses hatte viele Facetten.

Magnet für Jüngere

Das Café Muse erwies sich als Magnet vor allem für die jüngeren Musikfans. "The Weekenders" aus Vreden heizten mit einer besonderen Mischung von Rock, Pop und Soul ein. Thomas Niestegge und Eva Maria Imping an der Gesangsfront begeisterten das Publikum durch ihren mitreißenden Vocal-Sound, während die Instrumentalisten der Band den Hörgenuss noch steigerten.

Mitreißend auch die Band "Jesus Jordan" im "Hof zum Ahaus" in Wüllen. Sie gastierte schon zum fünften Mal bei Livehaftig dort. Gastgeber Günter Hof zum Ahaus freute sich nicht nur über die gute Resonanz der Cover-Band mit eigenem Sound, sondern auch über das treue Publikum.

Transfers langwierig

Dennoch gab es besonders an dieser "Außenstelle" des Kneipenfestivals handfeste Kritik: Drei Fun-Busse sollten von 21 Uhr abends bis 2 Uhr morgens im 15-Minuten-Takt festgelegte Routen fahren, um die Musikfans von einem Live-Musik-Ort zum nächsten zu bringen. In Wüllen warteten die Gäste manchmal über eine Stunde, bevor ein Bus auftauchte, um sie wieder ins Ballungsgebiet der Live-Musik ins Ahauser Zentrum zu fahren.

Günter Hof zum Ahaus sprach das Problem offen an: "Die Grundidee war, dass die Leute hier aussteigen, zwei Bier trinken und wieder einsteigen könnten, um die nächste Kneipe mit Live-Musik anzusteuern. Nur der Bus kommt nicht." Ein Problem, das sich in anderen "Exklaven" als nicht so großes erwies: Das "Casa Gonzalez", der Mexikaner am Kreisverkehr, durfte über Zulauf nicht klagen, auch wenn sich dort ebenfalls der Samstag als der stärker frequentierte Abend erwies - der Stimmung tat es keinen Abbruch, immer wieder angeheizt von der Party-Band "Mr. Take off". emk/mel

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