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Bezirksregierung gibt grünes Licht

Gesamtschule bekommt eine weitere Klasse

Ahaus Die Bezirksregierung Münster hat am Montag entschieden, der Bildung einer zusätzlichen Klasse in der Jahrgangsstufe 5 für die sechszügige Gesamtschule Ahaus für 2018/2019 ausnahmsweise zuzustimmen.

Gesamtschule bekommt eine weitere Klasse

Die Gesamtschule kann im neuen Schuljahr sieben Eingangsklassen bilden. Foto: Markus Gehring

Die sechszügige Gesamtschule kann maximal 174 Kinder aufnehmen. 192 Kinder wurden angemeldet. Mit der Bildung einer weiteren Klasse konnte nun ein Losverfahren an der Gesamtschule vermieden werden. Die benachbarte Sekundarschule Legden-Rosendahl kann aufgrund der diesjährigen Anmeldesituation im künftigen Jahrgang 5 zwei Klassen bilden.

Mit dem Schulträger Stadt Ahaus wurde für den Herbst ein Gespräch zur gemeinsamen Schulentwicklungsplanung zusammen mit den benachbarten Schulträgern vereinbart. „Hierdurch soll sichergestellt werden, dass sich die Bildung von Mehrklassen in den kommenden Schuljahren nicht wiederholt“, heißt es in der Pressemitteilung der Bezirksregierung.

Irena Sendler als Namensgeberin

Aber es gibt noch mehr Neues. Die Ahauser Gesamtschule soll zum fünfjährigen Bestehen im August einen endgültigen Namen bekommen: Irena-Sendler-Gesamtschule. Nach der Schulkonferenz votierte auch der Schulausschuss in seiner jüngsten Sitzung für diesen Vorschlag aus Reihen der Schülerschaft.

Schüler, Eltern, Lehrer und Schulgremien hatten mehrere Namensvorschläge erarbeitet. In der Schulkonferenz gab es eine deutliche Mehrheit: 13 Stimmen für „Irena-Sendler-Gesamtschule“, vier Stimmen für „Gesamtschule im Vestert“ und eine Stimme für „Comenius-Gesamtschule Ahaus“. Das sei ein eindeutiges Ergebnis, erklärte Annegret Heijnk (UWG) im Schulausschuss. „Da können wir uns nur anschließen.“ Das letzte Wort dazu hat der Rat am Mittwoch, 21. März.

Viele Kinder gerettet

Irena Sendler, Jahrgang 1910, rettete mehr als 2500 jüdische Kinder aus dem Warschauer Ghetto. Viele Jahre blieben ihre Taten weitgehend ungewürdigt. Erst 1999 rückte die damals 89-Jährige in das Licht der Öffentlichkeit. Vier Schülerinnen aus Kansas/USA zeichneten ihre Lebensgeschichte bei einem Schulprojekt nach. Bis zu ihrem Tod im Mai 2008 wurde Irena Sendler mehrfach ausgezeichnet. 2007 war sie eine von 181 Nominierten für den Friedensnobelpreis.

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