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Konsens im Schulausschuss

Gesamtschulgründung wird immer wahrscheinlicher

AHAUS „Wir stehen vor einer schulhistorischen Entscheidung für Ahaus“. Den großen Worten von Aloys Schmeing (CDU) widersprach am Montagabend im Schulausschuss niemand. Und auch sonst herrschte große Einigkeit: Im Schulzentrum Vestert soll eine neue Gesamtschule entstehen.

Gesamtschulgründung wird immer wahrscheinlicher

Die Idee einer Gesamtschule im Vestert nimmt Fahrt auf. Im Schulausschuss gab es breite Zustimmung. Jetzt soll weiter geprüft werden.

Ein entsprechender Beschluss freilich ist noch nicht gefallen. Einstimmig empfahl der Ausschuss aber dem Rat, er solle die Verwaltung prüfen lassen, ob die Errichtung einer Gesamtschule unter Einbeziehung der Franziskus-Hauptschule und der Realschule im Vestert möglich sei. Dabei soll auch untersucht werden, wie der Schulstandort Alstätte als Teilstandort einer Gesamtschule gesichert werden kann und wie sich eine Gesamtschule auf die Entwicklung der Anne-Frank-Realschule und des Alexander-Hegius-Gymnasiums auswirken wird. Dass nun alle Zeichen auf Gesamtschule stehen, das wäre noch vor wenigen Jahren in der CDU undenkbar gewesen, räumte Schmeing ein. „Aber die Schullandschaft verändert sich. Wir haben in der Fraktion intensiv diskutiert und glauben, dass eine Gesamtschule den Schulstandort bereichert“. Das sahen auch Frank Schwämmle (FDP), Renate Schulte (UWG), Marion Löhring (Grüne) und Alfons Gerick (SPD) so. Die Gesamtschule, so die Meinung aller Fraktionen, schärfe das Profil der Schulstadt deutlicher als eine ebenfalls mögliche Sekundarschule ohne eigene Oberstufe. Die werde es schließlich auch in den Nachbargemeinden geben. Gerick zollte der CDU Respekt, dass sie sich „von lang gehegten schulpolitischen Festlegungen befreit“ habe. Löhring betonte, dass nun die Eltern informiert und „ergebnisoffen“ befragt werden müssten. Der große Konsens im Schulausschuss für die Gesamtschule wurde erleichtert durch die Analyse des Büros Komplan. Dessen Schulplanungsexperten Tilman Bieber und Peter Steiner kamen zu dem Schluss, dass insbesondere die Gesamtschule als zusätzliches Angebot den Schulstandort aufwerte, ohne die anderen Schulen zu gefährden. Was die Politiker aber noch mehr beeindruckte: Mit der Errichtung einer Gesamtschule könnten sich alle fünf Schulleiter der weiterführenden städtischen Schulen anfreunden. Neben den unmittelbar betroffenen Schulen Franziskusschule und Realschule im Vestert wären von den Verschiebungen in der Schullandschaft mittelbar schließlich auch die Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule, die Anne-Frank-Realschule und das Alexander-Hegius-Gymnasium betroffen.

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