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Nach Monstertruck-Katastrophe

Haaksbergener Bürgermeister Hans Gerritsen tritt zurück

AHAUS/HAAKSBERGEN Der Bürgermeister der Ahauser Partnerstadt Haaksbergen, Hans Gerritsen, ist am Mittwochabend zurückgetreten. In einer Ratssitzung war deutlich geworden, dass die Politiker kein Vertrauen mehr in ihn hatten. Die Vorwürfe, die in einem Untersuchungsbericht zu dem Unglück mit einem Monstertruck gegen ihn erhoben worden waren, gaben wohl den Ausschlag. Bei dem Unfall wurde auch ein Ahauser Ehepaar schwer verletzt (wir berichteten).

Haaksbergener Bürgermeister Hans Gerritsen tritt zurück

Hans Gerritsen tritt von seinem Amt als Bürgermeister von Haaksbergen zurück.

Gerritsen gab nach einer Sitzungspause gegen 22 Uhr seinen Rücktritt bekannt. "Ich habe hier eine schöne und dynamische Zeit erlebt. Aber es sind leider auch schreckliche Dinge geschehen. Ich fühle mit den Opfern und den Angehörigen und wünsche ihnen Kraft. Das Drama ist auch ein Teil von mir", so Gerritsen in einer persönlichen Erklärung.

Der Rat habe ein deutliches Signal abgegeben. Das Vertrauen in ihn sei offenbar erschüttert. "Im Interesse von Haaksbergen trete ich zurück. Es war eine Ehre, Ihr Bürgermeister sein zu dürfen."

Vertrauen erschüttert

Alle Parteien hatten zuvor in der Debatte über den Untersuchungsbericht kein gutes Haar am Bürgermeister gelassen. Eine Fraktion kündigte gar ein offizielles Misstrauensvotum an, sollte Gerritsen nicht von sich aus zurücktreten.

Wie berichtet, hatte der Untersuchungsrat für Sicherheitsfragen in Den Haag in seinem Bericht zum Unglück mit dem Monstertruck deutliche Kritik auch am Bürgermeister geäußert. Bei dem Unglück waren am 28. September drei Menschen getötet und 28 verletzt worden. Die Verantwortung für das mangelhafte Genehmigungsverfahren liege bei Gerritsen, so die Experten. Wären strenge Auflagen gemacht worden, wären die Auswirkung des Unglücks nicht so schlimm gewesen.

Harsche Kritik

Gerristen dagegen hatte immer darauf beharrt, dass die Genehmigung für die Show zurecht erteilt worden war. Gerade diese Haltung wurde ihm angekreidet. Noch am Mittwochabend hatte er zu Beginn der Ratssitzung erklärt, dass er sich persönlich keine Vorwürfe in Sachen Genehmigung mache. Er erkenne jedoch an, dass unter seiner Verantwortung Fehler gemacht worden seien. "Ich erkenne diese Fehler an, nehme mir die Kritik zu Herzen, und entschuldige mich."

Doch das reichte den Politikern nicht. Selbst aus den Reihen seiner Parteifreunde kam harsche Kritik. Gerritsen sah ein, dass seine Position unhaltbar geworden war und erklärte seinen Rücktritt.

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