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Hoffen auf die magische 18

Graes In beeindruckender Zahl haben sich am Dienstagabend die Graeser für den Erhalt ihrer Schule im Dorf stark gemacht. Letztlich aber können drei oder vier Kinder wohl mehr bewirken als die 500 kämpferisch gestimmten Graeser, die sich zur Bürgerversammlung im Saal Elkemann drängten.

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Auf dem Podium (v.l.): Diakon Josef Korthues, Schulrat Michael Maaßen, Schuldezernent Hermann Kühlkamp, Bürgermeister Felix Büter und Ortsvorsteher Bernhard Haget.

500 Graeser sorgten sich in der Bürgerversammlung im Saal Elkemann um die Zukunft der Marienschule. MLZ-Fotos (2) Grothues

Drei oder vier Erstklässler nämlich fehlen im nächsten Schuljahr, um am Standort Graes im Schulverbund mit einer anderen Ahauser Schule eine neue Eingangsklasse bilden zu können, stellte Schulrat Micheal Maaßen unmissverständlich klar: "Die magische Zahl ist 18 - das ist die Untergrenze für die Klassengröße. Weniger lässt das Schulgesetz nicht zu." Maaßen zeigte sich "schwer beeindruckt" von der Resonanz der Bürgerversammlung, machte aber deutlich: "Das Schulgesetz kann ich nicht ändern."

Nach den zurzeit vorliegenden Anmeldungen wollen 16 Graeser Eltern ihre Kinder zur Marienschule schicken (Münsterland Zeitung berichtete). Aus pädagogischen Gründen, so Maaßen, sei es denkbar, dass ein oder zwei der angemeldeten Kinder nicht in Graes, sondern in eine Förderschule eingeschult werden müssen.

Bürgermeister Felix Büter versprach, die Stadt werde sich mit aller Kraft für den Erhalt der Schule einsetzen. Letztlich aber läge die Entscheidung bei der Bezirksregierung in Münster oder beim Schulministerium in Düsseldorf. "Und die Gespräche, die wir dort bereits geführt haben, waren ziemlich ernüchternd." Wie der Schulrat verwies Büter auf das entscheidende Kriterium: "Wir müssen bis Januar die Zahl von 18 Erstklässlern erreichen. Aber das schaffen wir nicht marktschreierisch. Da müssen sie als Graeser persönliche Gespräche mit Eltern führen, die rund um Graes wohnen, und ihnen die Vorteile Ihrer Schule vor Augen halten."

Ortsvorsteher Bernhard Haget appellierte an die "Nachbarn": "Wir Graeser haben westfälische Nachbarschaftshilfe geleistet und geholfen, die Hauptschule in Alstätte zu sichern. Jetzt schickt auch eure Kinder nach Graes."

In der Versammlung wurde unter viel Beifall auch die Frage aufgeworfen, ob die geringe Kinderzahl nicht die zwangsläufige Folge einer Baulandknappheit in Graes sei. Der Ortsteil sei "künstlich klein gehalten" worden. Bürgermeister Büter wehrte sich gegen diesen Vorwurf: "Wir konnten nicht anders, die landesplanerischen Vorgaben haben den engen Rahmen gesetzt."

Letztlich aber richtete die Versammlung auf Anraten von Diakon Josef Korthues den Blick kämpferisch nach vorne. Eine Mutter appellierte: "Wir wissen doch alle wie gut unsere Schule ist. Das müssen wir jetzt den anderen Ahauser Eltern klarmachen". gro

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