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Hospital entspannt erlebt

Ahaus "Lassen Sie mich durch, ich bin Arzt!". Wer bei diesem Satz zur Seite sprang und glaubte, in einen Notfall verwickelt zu sein, wurde gestern auf den Fluren des St. Marien-Krankenhauses jedoch eines Besseren belehrt.

Hospital entspannt  erlebt

<p>Spannend: OP-Versuch an einer Schweinshaxe. </p>

Diese durchaus vehement vorgetragenen Aufforderung kam nämlich nicht aus dem Mund eines "echten" Arztes, sondern aus dem eines als OP-Schwester verkleideten kleinen Mädchens. Diese Verkleidungsaktion war nur einer der vielen Programmpunkte, mit denen das Krankenhaus zum Tag der offenen Tür anlässlich des 150-jährigen Bestehens die zahlreichen Besucher unterhielt.

Ebenso heiß begehrt wie der weiße oder grüne Kittel war auch der Rettungshubschrauber samt Pilot und Notarzt, die bestaunt, berührt und befragt werden konnten. Selbst die Gäste, die unter normalen Umständen schon bei der Aussicht auf einen Krankenhausbesuch am Liebsten einen Bogen um denselben gemacht hätten, konnten den Familientag in vollen Zügen genießen.

Ob im Überschlagsimulator, bei der Fertigstellung des "größten Freiluft-Gemäldes der Welt" oder vor der Musikbühne konnte jede Form von Krankenhausphobie auskuriert werden. Zudem war es möglich, Räume wie OP oder Kreissaal, die in der Regel nur unter "anderen Umständen" aufgesucht werden, in wachem und ausgeruhtem Zustand in Augenschein zu nehmen. "Es ist schon interessant, welch technischer Standard heute vorherrscht. Ich habe meine Kinder noch im alten Krankenhaus an der van-Delden-Straße bekommen, und da waren die Umstände noch ganz andere", erinnerte sich eine ältere Dame. Besuchern mit guten Vorsätzen in Sachen körperlicher Betätigung und Ernährung konnten außerdem im Gesundheitszentrum ausreichend Anregungen und Tipps auf diesen Gebieten erhalten und somit in ein "gesünderes Leben" starten. dpe

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