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Hundeführer trainieren die Wasserortung auf dem Drielandsee

DLRG Ahaus

Die Rettungshundestaffel der DLRG-Ortsgruppe Ahaus hat erneut eine Wasserortungsprüfung am Drilandsee in Gronau ausgerichtet – mit Erfolg.

Ahaus/Gronau

05.07.2018
Hundeführer trainieren die Wasserortung auf dem Drielandsee

Wasserortungshund Lotte mit Rettungshundeführerin Annika Rüttershoff bei der Arbeit. Foto: DLRG

Wasserortungshunde kommen immer dann zum Einsatz, wenn Menschen in oder an Gewässern (Seen, Flüsse und Kanäle) vermisst werden und sind somit für die DLRG-Einsatztaucher oder die Feuerwehr wertvolle Helfer bei der Ortung ertrunkener Menschen. Das hat die DLRG-Ortsgruppe Ahaus am Wochenende am Drilandsee in Gronau praktisch unter Beweis gestellt.

Wasserortungshunde sind speziell ausgebildete Rettungshunde für die Suche nach vermissten oder ertrunkenen Menschen, sowohl vom Uferrand als auch vom Boot aus. „Neben der technischen Möglichkeit der Ortung von Ertrunkenen im Wasser etwa mit Sonar an Bord eines Rettungsbootes sind die hochsensiblen und ausgebildeten Nasen der DLRG-Wasserortungshunde die biologische Ortungsmöglichkeit bei der Ertrunkensuche – man könnte sagen, das Nasensonar“, erklärt Karin Klümper, Fachwartin für Rettungshunde bei der DLRG Ahaus.

Anzeigeverhalten richtig erkennen

Die Rettungshundeführer müssen das Anzeigeverhalten (Bellen, Lecken, Anstubsen, Kratzen, Scharren) ihres Vierbeiners an Bord eines Rettungsbootes genau lesen können. Ebenfalls müssen sie bei der Wasserortung viele umweltbedingte Faktoren berücksichtigen. Strömungen, Zu- und Abflüsse, Gewässerbeschaffenheit, Zusammensetzung des Wassers, Wasser- und Lufttemperatur, Tageszeit sowie Wind und Thermik spielen bei der Lokalisierung eine Rolle und müssen bei der Auswertung der bei der Suche ermittelten GPS-Daten berücksichtigt werden.

Für die Ahauser Rettungshundestaffel war es trotz des recht starken Windes ein äußerst erfolgreiches Prüfungswochenende mit einer 100-prozentigen Erfolgsquote: Sieben Ahauser Hundeführer und zwei aus Halle/Saale stellten sich den kritischen Augen der DLRG-Prüferin Karin Kerner und dürfen sich nun mit ihrer bestandenen Wasserortungsprüfung „geprüftes DLRG-Wasserortungsteam“ nennen. Die DLRG-Rettungshundestaffel Ahaus ist mit ihren neun Wasserortungshunden derzeit die größte Wasserortungsstaffel in ganz Deutschland und hat sich auf die Suche nach vermissten Personen an oder im Wasser spezialisiert.

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