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Ideen blühen mit Lilien um die Wette

Ahaus Eins, zwei, drei - schon da: Mehr Schritte braucht es nicht, um von der geöffneten Haustür direkt bis zum Ufer zu kommen. Bis zu der Wasserefläche, auf der sanft rosa Seerosen schaukeln. Urlauber können von so einem Feriendomizil nur träumen. Familie Giersig nennt es ihr eigen - nicht irgendwo in Schweden, sondern Zuhause am Lilienweg.

Von wegen skandinavische Weite: Gerade einmal 403 Quadratmeter groß ist das Grundstück der Giersigs - und doch eine kleine Welt für sich. "Bitte schön!" Hildegard Giersig steht auf der Terrasse hinter der Haushälfte und streckt einladend den linken Arm aus: vorne der Teich, links daneben das hölzerne Ferienhaus - gemütlich eingerichtet mit Schlafsofa und Bücherregal - dahinter eine gemütliche Sitzecke mit Garten-Grill, ganz hinten eine mediterrane Mauer und dazwischen: Blumen, Blumen, Blumen - in allen Farben.

"Plopp!" Der Sonnenanbeter ist abgetaucht. Auf der Wasseroberfläche verraten nur noch größer werdende Kreise, auf welchem Seerosenblatt der Frosch gerade saß. Die tanzenden Libellen lassen sich nicht so schnell von den Besuchern vertreiben. Und irgendwo unter der in der Sonne glitzernden Wasseroberfläche des sechs mal vier Meter großen Teichs ziehen Goldfische ihre Bahnen. Nicht nur Zweibeiner fühlen sich wohl in dem grünen Reich, das sich das Ehepaar in zwölf Jahren aufgebaut hat. "Alles selbst gemacht", wie beide betonen. Und das in bewährter Arbeitsteilung. "Ich habe meistens die Ideen", erzählt die Mitvierzigerin, "und mein Mann setzt sie in die Tat um." Nicht teuer, aber individuell: Nach der Maxime geht das eingespielte Gartenteam vor. "Klar, manchmal mussten wir auch Lehrgeld bezahlen", räumt Thomas Giersig ein - etwa als er Kois in den Teich setzte: "Die fraßen die Uferbepflanzung weg."

Rasen verdrängt

Die ist inzwischen nachgewachsen - auch mit meterhohen Lilien, die gelb und orange mit der Sonne um die Wette strahlen. Dass sie ihr Grundstück in ein kleines Stück Schweden mit provenzialischem Einfluss verwandelt haben, liegt nicht allein an den Vorlieben der Hobbygärtner. "Wegen des lehmhaltigen Bodens gab es hier immer Staunässe", erklärt Thomas Giersig. Das sei dem Rasen nicht bekommen. Den Lilien dagegen um so besser - kein Wunder am Lilienweg. sy-

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