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Israelis in "Our house"

Ahaus "Sehr freundlich!" Das ist das erste, was der 17-jährigen Gal Nissan aus Israel zu Ahaus einfällt. "Und sehr grün", ergänzt sie. "Man fühlt sich hier sofort zuhause", fügt ihre blonde Freundin hinzu. Kein Wunder: "Anfangs haben wir statt Ahaus immer ,our house' verstanden - unser Haus, das passt."

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Alle lachen im Ahauser Ratssaal - auch Bürgermeister Felix Büter, der die Jugendgruppe aus Shoham ins Rathaus eingeladen hat - nicht der letzte Empfang für die 15- bis 18-jährigen Teenager: Gestern heißt Weihbischof Ostermann die jungen Juden im Kachelzimmer des Doms willkommen - ein Raum, der sich nur für hohe Würdenträger oder zu ganz besonderen Anlässen öffnet. Den sieht Ostermann gegeben, denn dass Christen und Juden enge Kontakte zueinander knüpfen, ist Ostermann ein wichtiges Anliegen.

Und erst recht den Ahausern: Gal Nissan (Foto) und die anderen jungen Frauen und Männer, die seit Dienstag in Ahauser Gastfamilien leben, gehören bereits zum vierten Jugendaustausch mit Israel. Am Donnerstag, 7. August, geht es wieder zurück - ein Abschied für nicht zu lange: Denn Ahauser Jugendliche machen sich schon in den Herbstferien auf den Weg nach Shoham. Von Anfang als - also seit 2004 - leitet Ricarda Korthues für den Verein zur Förderung der Jugend- und Familienarbeit St. Josef e.V. den Austausch.

Ob es große Unterschiede im deutschen und im israelischen Familienalltag gibt? Gal Nissan schüttelt den Kopf. "Eigentlich nicht." Nur dass draußen gefrühstückt werde, das sei ihr neu - "aber es macht großen Spaß".

Bei allen Parallelen: Ein Aspekt des israelischen Alltags sei ihren deutschen Altersgenossen dagegen doch fremd, ergänzt Mai Hared (16, Foto), und die anderen Jugendlichen, die schon wissen, was er meint, nicken zustimmend: der israelisch-palästinensische Konflikt - dieses bedrückende Dauerthema, "auch wenn wir zum Glück nicht betroffen sind, sondern eher die Städte weiter im Süden". Die Menschen dort könnten von einem normalen Leben ohne Angst nur träumen - so einem wie in "our house". sy-

Am Dienstag, 5. August, 19 Uhr, findet ein israelisch-westfälischer Abend im Jugendheim statt - Gelegenheit zum Austausch insbesondere auch mit allen interessierten älteren Ahausern.

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