Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Nach Tod von Säugling Verdacht gegen den Vater

Staatsanwalt ermittelt

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen einen 25-jährigen Gronauer aufgenommen. Gegen ihn richtet sich der Verdacht, seinen zwei Monate alten Sohn zu Tode geschüttelt zu haben.

Gronau

02.07.2018
Nach Tod von Säugling Verdacht gegen den Vater

Foto: Andreas Wegener

Bereits am 27. Juni wurden die Ermittlungsbehörden darüber informiert, dass ein zwei Monate alter Säugling aus Gronau in einem niederländischen Krankenhaus verstorben ist und Hinweise auf eine körperliche Misshandlung vorliegen. „Aufgrund dieser medizinischen Auskunft hat die Staatsanwaltschaft Münster umgehend die Obduktion des Säuglings beantragt“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt gestern in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Münster, der Kreispolizeibehörde Borken und des Polizeipräsidiums Münster.

Obduktion bestätigt

„Die am 28. Juni im Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Münster durchgeführte Obduktion hat die Vermutung der Krankenhausmediziner bestätigt. Der Säugling ist an den Folgen einer erheblichen Hirnblutung mit massiver Ausbildung eines Hirnödems verstorben.“ Die Klärung der genauen Tatumstände erfolgte durch eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Ulrich Bux.

Ruckartige Bewegungen

„Aufgrund seiner eigenen Angaben und weiterer Zeugenaussagen ist der 25-jährige Vater verdächtig, seinen Sohn am 23. 6. in der Familienwohnung in Gronau aus der Babywippe aufgenommen und erheblich geschüttelt zu haben“, fasste Ulrich Bux ergänzend die Ermittlungen zusammen. Die ruckartigen und extremen Bewegungen des instabilen Säuglingskopfs führten dabei zu den festgestellten und todesursächlichen Verletzungen.

„Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster erließ ein Richter des Amtsgerichts Münster am Wochenende einen Haftbefehl gegen den Kindsvater und ordnete wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge die sofortige Untersuchungshaft an“, informierte der Oberstaatsanwalt weiter.

Anzeige