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Löschzug Ahaus hatte 175 Einsätze

Neue Drehleiter für die Feuerwehr

Ahaus Rückblick und Ausblick: 175 Mal rückte der Löschzug Ahaus im vergangenen Jahr zu Einsätzen aus. Ab sofort steht dafür neue Technik zur Verfügung.

Neue Drehleiter für die Feuerwehr

Vorstandsmitglieder sowie geehrte/mit Leistungsabzeichen ausgezeichnete Feuerwehrleute. Foto: Löschzug Ahaus

Es ist ein Plus, auf das eine Feuerwehr gut verzichten kann: 175 Mal musste der Löschzug Ahaus im vergangenen Jahr ausrücken. Das sind 32 Einsätze mehr als im Jahr 2016. Diese und weitere Zahlen nannte Löschzugführer Uli Honrath in der jüngst im Karl-Leisner-Haus abgehaltenen Jahreshauptversammlung des Löschzuges.

Jahresbericht

In seinem Jahresbericht hatte Uli Honrath aufgelistet, dass die Feuerwehrleute 99 Mal wegen Brandeinsätzen oder Brandalarmierungen ausrückten und 58 Mal wegen technischer Hilfeleistungen. Eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Zu 14 Öleinsätzen rückten die Feuerwehrleute aus, 13 Einsätze gab es bei Verkehrsunfällen, sieben Mal kam der Löschzug Menschen in Notlage zu Hilfe.

54 Fehlalarmierungen verzeichnete die Statistik des Löschzuges. „Es kommt immer häufiger zu Fehlalarmen durch auslösende Heimrauchmelder“, berichtete Uli Honrath. Sein Rat: alte Geräte austauschen, denn in ihnen könne sich Staub ablagern und zu möglichen Fehlfunktionen führen.

Sechs Großbrände

Zu sechs Großbränden wurde der Löschzug Ahaus im Jahr 2017 gerufen. Uli Honrath erinnerte unter anderem an den Einsatz beim Entsorgungsunternehmen Stenau (im Oktober) und an den Brand auf dem Schießstand Ammeln (im Dezember). 4185 Einsatzstunden leistete der Löschzug. „Etwas mehr als im Jahr 2016“, erklärte Uli Honrath. Dazu zählten neben den Einsätzen und Bereitschaften auch Brandsicherheitswachen. Der Löschzugführer nannte dabei Veranstaltungen im Kulturquadrat und am Schloss.

Mit allen Bereitschafts- und Übungsstunden kamen die Feuerwehrleute 2017 auf 11.230 geleistete Stunden (im Vorjahr 10.166). Uli Honrath: „Das sind rund 31 Stunden pro Tag und würde umgerechnet auf eine Acht-Stunden-Schicht vier Personen umfassen.“ Aktuell zählt der Löschzug Ahaus 89 aktive Mitglieder, davon sind ein Dutzend weiblich. Das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahren. „Ein relativ guter Schnitt.“

Sogar sehr gut seien die Ergebnisse beim Leistungsnachweise gewesen. Uli Honrath berichtete zudem über die kürzlich von der Stadt in Empfang genommene neue Drehleiter, die dem Löschzug Ahaus zugeordnet ist. „Die alte Drehleiter hatte 23 Jahre auf dem Buckel.“ Mit dem neuen Fahrzeug und der Drehleiter-Technik werden die Einsatzmöglichkeiten der Wehr enorm gesteigert. So können zum Beispiel durch das abknickbare Leiterteil in Verbindung mit einem teleskopierbaren ersten Leiterteil schwer zugängliche Gebäudeteile wie Dachgauben besser erreicht werden.

Löscheinsätze

Die umfangreichen Beleuchtungseinrichtungen ermöglichen eine flächendeckende Ausleuchtung der Einsatzstelle. Auch Löscharbeiten gestalten sich mit der Multifunktionsdüse am Korb in Verbindung mit einer fest verlegten Wasserführung erheblich effektiver. Bis zu 31 Meter hoch (Korbbodenhöhe) ist die neue Drehleiter ausfahrbar.

Durch die mitgeführte Krankentragenhalterung ist es möglich, Patienten bis zu einem Gewicht von rund 200 Kilogramm aus höhergelegenen Stockwerken liegend zu retten. Aber auch die Personenrettung aus der Tiefe wird vereinfacht – die neue Drehleiter dringt tiefer in Gruben oder Schächte vor.

Mit der Schachtrettungsfunktion ist es möglich, Personen aus engen Schächten mit der Drehleiter zu retten. Umfangreiches Sicherungs- und Rettungsmaterial zur Selbstsicherung oder zur Rettung von Personen aus Höhen und Tiefen runden zudem die Ausstattung der neuen Drehleiter ab.

Ehrungen: Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde geehrt: Reinhold Giebken; für 60-jährige Mitgliedschaft: Kurt König. Für beide gab es jeweils eine Ehrenurkunde vom Land NRW.

Beförderungen: Zu Feuerwehrmännern wurden befördert: Marcel Stange, Tobias Schiedemann; zu Feuerwehrfrauen wurden befördert: Elisabeth Frankemölle, Lea Lombeck, Vanessa Woltering, Nora Köppl; zur Oberfeuerwehrfrau wurde befördert: Jana Götz; zu Oberfeuerwehrmännern wurden befördert: Michael Damer, Patrick Stange, Lars van Dijk.

Leistungsabzeichen bekamen in Bronze: Elisabeth Frankemölle, Stefan Herwing, Nora Köppl, Lea Lombeck und Marcel Stange; in Silber: Lars van Dijk und Jana Plate; in Gold auf rotem Grund: Dirk Baumeister; in Gold mit Zahl 25: Ralf Stange.

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