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Neue Straßen und Kanäle

Ahaus Das Josefsviertel steht ab 2008 im Zeichen des Baggers: Bis 2013 sollen dort marode Kanäle saniert und elf Straßen mitsamt der anliegenden Gehwege komplett erneuert werden.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Verkehr hat am Montagabend den Fahrplan für das umfangreiche Sanierungsprogramm beschlossen und dem Rat die Bereitstellung der dafür erforderlichen Finanzmittel empfohlen - immerhin fast 4,9 Millionen Euro.

Dabei belaufen sich die Kosten für die Kanalsanierung auf rund 2,3 Mio. Euro. Diese Kosten werden nicht zu Lasten der jeweiligen Grundstückseigentümer abgerechnet, sondern im Rahmen von Abschreibungen und durch die Abwassergebühr refinanziert.

Bei der Erneuerung der Straßen und Gehwege (2,55 Mio. Euro) sind aber die Anlieger finanziell mit im Boot. Gemäß Kommunalabgabengesetz müssen die Grundstückseigentümer 50 Prozent der Kosten tragen. Die andere Hälfte wird aus dem städtischen Haushalt finanziert.

Auf die Anlieger könnten aber auch in Sachen Kanalisation Kosten zukommen, da vermutlich auch auf den Privatgrundstücken Sanierungsbedarf besteht. Tiefbauamtsleiter Richard Bömer: "Die Sanierung der städtischen Kanäle kann nur sinnvoll sein, wenn gleichzeitig die privaten Grunstücksentwässerungsleitungen untersucht und defekte Leitungen ebenfalls abgedichtet werden. Für den wirksamen Schutz von Grundwasser und Boden ist die Abstimmung von öffentlichen und privaten Sanierungen unverzichtbar." Die Erneuerung der Hausanschlussschächte bietet die Stadt bei einer Normaltiefe von 1,5 Meter pauschal für 400 Euro an.

Tempo 30 bleibt

Die Straßen sollen wieder in Asphaltbauweise erstellt werden. Die Gehwege werden mit Hochbord abgesetzt. Bäume an den Einmündungen und im Straßenverlauf sollen den Wohngebietscharakter der Tempo-30-Zonen unterstreichen.

Über Einzelheiten soll spätestens im Januar zunächst mit den zuerst betroffenen Anliegern der Josefstraße und der Schmalenstrothstraße im Rahmen einer Anliegerversammlung gesprochen werden. gro

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