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Post mit Luftbild

Ahaus 6000 Grundstückseigentümer in Ahaus erhalten in der nächsten Woche per Post ein Luftbild ihres Hauses oder Betriebes von der Stadt. Weitere 6000 Briefe an die Grundstückseigentümer in den Ortsteilen werden ab Ende September verschickt. Mit im Kuvert: Ein Erhebungsbogen zur Regenwasserentwässerung.

Post mit Luftbild

<p>Gestochen scharfe Luftbilder geben Anhaltspunkte über den Versiegelungsgrad der einzelnen Grundstücke. Stadt Ahaus</p>

Die Stadt will sich auf diesem Wege Klarheit darüber verschaffen, in welchem Maße die Grundstücke versiegelt sind und wie viel Regenwasser auf jedem Grundstück in die öffentliche Kanalisation abgegeben wird. Die Ergebnisse sollen eine gerechte Festlegung der gesonderten Niederschlagsgebühr ermöglichen. Diese wird zum 1. Januar 2009 in Ahaus eingeführt. Bislang gab es in Ahaus eine nur eine Abwassergebühr, die die Kosten für die Beseitigung von Schmutz- und Regenwasser deckte. Die Höhe der Gebühr richtete sich allein nach dem Frischwasserverbrauch. Nun haben aber die Verwaltungsrichter in Münster und Leipzig entschieden: Die Regenwassergebühr muss gesondert berechnet werden. "Wir sind bestrebt, den Aufwand, den uns die Juristen eingebrockt haben, für den Bürger möglichst gering zu halten"", so der Technische Beigeordnete Michael Tacke. Darum hat eine Spezialfirma Ahaus überflogen und fast 12 000 Einzelbilder von den bebauten Grundstücken geliefert. Auf dieser Basis hat die Stadt Dachflächen und andere versiegelte Flächen ermittelt. Es gilt die Faustregel: Je größer die versiegelten Flächen, desto mehr Regenwasser wird in die Kanalisation eingeleitet und desto höher ist die zu zahlende Niederschlagswassergebühr.

Auf dem Erhebungsbogen können die Bürger Flächen abziehen, die nicht in das öffentliche Kanalnetz entwässert werden - zum Beispiel die Terrasse, von der das Regenwasser nicht in den Abfluss, sondern ins Blumenbeet läuft. Das ist auf dem Luftbild nicht zu erkennen. Auch Rasengittersteine, Ökopflaster oder Dachbegrünungen können die zu zahlende Niederschlagswassergebühr mindern. Über die Einzelheiten muss der Rat noch entscheiden.

Auch Bund muss zahlen

Wird es nun für den Bürger teurer? Nicht unbedingt, so Norbert Tenhagen vom Fachbereich Tiefbau und Entsorgung. Familien mit hohem Frischwasserverbrauch und relativ geringen versiegelten Flächen dürfen sogar auf eine Entlastung hoffen. Firmen dagegen, die große versiegelte Flächen haben, müssen künftig mit höheren Gebühren rechnen.

Andere werden jetzt erstmals als Gebührenzahler herangezogen: Bund, Land, Kreis und auch die Stadt selbst als Eigentümer von Straßen oder Plätzen. Da sie kein Frischwasser verbrauchen, fehlte bisher eine Berechnungsgrundlage. gro

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