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Finanzcenter an der Bahnhofstraße

Postkunden stehen vor verschlossener Tür

AHAUS Eingeschränkte Öffnungszeiten an einem Tag, eine komplette Schließung am nächsten Tag. Das Postbank Finanzcenter an der Bahnhofstraße 102 macht es seinen Kunden aktuell nicht leicht. Zumal das Center auch Postgeschäfte erledigt.

Postkunden stehen vor verschlossener Tür

Zwei Aushänge im Vorraum des Postbank Finanzcenters: Hinweise auf die kurzfristigen Schließungen.Foto: Christian Bödding Foto: FOTO: Christian Boedding

Die Info auf dem ausgehängten Zettel ist lapidar: „Aus organisatorischen Gründen können wir Ihnen am 10.11.2017 unseren Service nicht in gewohntem Umfang zur Verfügung stellen.“ Die Öffnungszeiten beschränkten sich am Freitag auf die Zeit von 9 bis 12 Uhr. Wer am Freitagnachmittag dringende Post- und Postbankgeschäfte erledigen wollte, der gelangte zwar noch in den Vorraum und zu den Postfächern – aber weiter nicht. Die Tür zum Schalterraum war verschlossen.

Hinweise

Gleich ganz geschlossen ist das Postbank Finanzcenter am Samstag, 11.11.2017. Darauf macht am Freitag ein weiter Aushang aufmerksam. Die Gründe: ebenfalls organisatorischer Art. Zu lesen ist noch ein Hinweis auf die Partnerfiliale „in der Nähe“. Dienstleistungen könnten an der Haaksbergener Straße 5 in Alstätte in Anspruch genommen werden – allerdings von montags bis freitags. „Vielen Dank für Ihr Verständnis.“

Elke Fleer fällt es am Freitag schwer, dieses Verständnis aufzubringen. Die Geschäftsführerin von Juwelier Wichelhaus am Markt ist mit ihrem Geschäft auf Schalterdienste und einen Ansprechpartner angewiesen. „Wir müssen zum Beispiel Wertpost oder versicherte Pakete aufgeben“, erklärt sie im Gespräch mit der Münsterland Zeitung.

Elke Fleer hat den Eindruck, dass Post und Postbank immer mehr Stellen streichen würden und es immer häufiger zu kurzfristigen Schließungen komme. „Dann müssen die kleinen Filialpartner die Aufgaben der Post übernehmen, zusätzlich zum Alltagsgeschäft.“ Gut möglich, dass dies von den Konzernen gewollt sei. „Stellen kürzen und sich auf andere verlassen.“ Doch gewisse Sachen könne man nunmal nicht in einer Zweitannahmestelle erledigen. Post und Postbank seien Dienstleister. „Wir sind das auch“, sagt Elke Fleer. „Ich kann mein Geschäft auch nicht einfach zumachen. Es sind immer noch Kunden da.“

Ralf Palm kann die Verärgerung von Elke Fleer und weiteren Kunden aus Ahaus verstehen und er bittet am Freitagnachmittag um Entschuldigung. Palm ist zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in der Postbank Zentrale in Bonn.

Leider sei die personelle Situation in Ahaus aufgrund von Personalausfällen aktuell sehr angespannt, erklärt Ralf Palm. Diese kurzfristig – zum Beispiel durch Krankmeldungen – bekannt werdenden Personalausfälle könnten oft durch Maßnahmen in der Personalplanung aufgegangen werden. Als Beispiele nennt Fleer den Einsatz von sogenannten Springern oder den Einsatz von Kollegen aus anderen Filialen. Allerdings gelinge dies nicht immer. Daher könne es in Einzelfällen auch zu einer „temporären“ Schließung der Filiale kommen. Ralf Palm: „Aus diesem Grund war und ist es nötig, die Filiale in Ahaus in der letzten und auch in dieser Woche an einzelnen Tagen zu schließen.“

Mitarbeiter

Die Frage, wie viele Mitarbeiter im Postbank Finanzcenter an der Bahnhofstraße beschäftigt sind, beantwortet Ralf Palm so: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir zu Mitarbeiterzahlen in einzelnen Filialen aus Sicherheitsgründen keine Auskünfte erteilen.“ Aktuell sehe die Planung aber so aus, dass die Filiale in der nächsten Woche wieder uneingeschränkt öffnen werde. Auch die Deutsche Post bedauert, dass es in Ahaus für Postkunden zu Beeinträchtigungen komme. Allerdings habe sie darauf keinen direkten Einfluss, erklärt Rainer Ernzer, Sprecher für den Bezirk Münsterland. Die Deutsche Post kooperiere mit der Postbank. Letztere sei für den Schalterbetrieb in Ahaus verantwortlich.

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